Stromausbeute um bis zu 40 % erhöht

Kemper stattet Solarpark in Hessen mit Nachführsystemen aus

23. November 2009

Für rund zwei Millionen Euro errichtet Weiterstadt in Hessen westlich der Autobahn A5 auf einem 22.000 m² großen Regenrückhaltebecken einen bundesweit einzigartigen Solarpark. Die besondere Anforderung bestand darin, dass die einzelnen Nachführsysteme ohne Fundament im Erdreich gebaut werden und einer Flutung des Beckens Stand halten müssen.

Den Zuschlag für 60 Nachführsysteme erhielt die Kemper GmbH. Um die Funktionalität des Regenbeckens nicht zu beeinträchtigen, durften beispielsweise für die Fundamente der Nachführsysteme keine Eingriffe im Erdreich vorgenommen werden. Antriebe sowie Steuerungselektronik und Verkabelung sollten zudem einige Meter über dem Boden stehen, so dass ein Fluten der Rückhaltebecken nicht zu einer Beeinträchtigung der jeweiligen Photovoltaikanlage führt.

Dank der Nachführsysteme, deren Stromausbeute, nach Unternehmensangaben, um 40 % höher liegt als bei starren Anlagen, und einer Photovoltaikfläche von insgesamt 3.600 m² sollen jährlich rund 565.000 kWh produziert werden.

Denny Straube, Geschäftsführer der GigaSol GmbH, sieht die Vorzüge der von seinem Unternehmen entwickelten Lösung vor allem in den technischen Details: „Mit dem KemTrack 60 von Kemper bieten wir erstmals ein freistehendes Nachführsystem an. Ermöglicht wird dies durch speziell entwickelte Betonplatten, welche die jeweilige Anlage tragen.“ Zudem habe man die gesamte Steuerungselektronik in einer Höhe von drei Metern anbringen können, so dass ein Fluten des Rückhaltebeckens keinen Einfluss auf die Stromproduktion hat.