Stromnetze: Initiative setzt sich für Flexibilitätstechnologien ein

Gemeinsam mit Partnern aus der Netz- und Energiewirtschaft hat die Deutschen Energie-Agentur (Dena) die Initiative für Netzflexibilität ins Leben gerufen. Ziel ist eine Überarbeitung der politischen Rahmenbedingungen für Technologien wie Demand Side Management.

05. September 2018

»Die Initiative für Netzflexibilität wird konkrete Maßnahmen für die Umsetzung der im Koalitionsvertrag der Bundesregierung definierten Ziele vorschlagen«, so die Dena in einer Mitteilung. Dieser sieht vor, mit neuen Technologien, verstärkter Digitalisierung und intelligenten Abwicklungsprozessen eine höhere Auslastung der aktuellen Netze zu erreichen.

Regulatorische Hürden abbauen

Flexibilitätstechnologien werden immer wichtiger, um das deutsche Stromnetz stabil zu halten.

Sie tragen dazu bei, Schwankungen auszugleichen, die durch die Einspeisung erneuerbarer Energien oder durch Netzengpässe entstehen. »Damit diese Technologien effizient eingesetzt werden können, müssen regulatorische Hürden abgebaut werden«, so die Dena.

Schaufenster intelligente Energie (SINTEG)

Mit der Initiative soll bis zum Ende dieser Legislaturperiode der gesetzliche Rahmen geschaffen werden, um die in Pilotprojekten wie den Schaufenstern intelligente Energie (SINTEG) erprobten Technologien und Mechanismen flächendeckend zum Einsatz zu bringen, heißt es.

Energiespektrum hat bereits eine Reihe von SINTEG-Projekten im Detail vorgestellt. Hier die Beiträge zum Nachlesen: www.energiespektrum.de/sinteg-projekte-mit-weitblick-4514

Netzentgelte weiterentwickeln

Ein wesentlicher Punkt für mehr Netzflexibilität ist laut Dena die Weiterentwicklung der Netzentgeltsystematik.

Das Erbringen von Regelleistung kann zum Beispiel in bestimmten Situationen zu höheren Netzentgeltkosten für die betreffenden Unternehmen führen, obwohl das lokale Stromnetz dadurch nicht überlastet würde, heißt es.

Auch verschiedene im Strompreis enthaltene Umlagen verhindern häufig den wirtschaftlichen Einsatz von Strom in anderen Sektoren und somit eine Nutzung der Flexibilitätstechnologien im Sinne einer integrierten Energiewende.

Power to Heat

Zu den Flexibilitätstechnologien, die im Energiesystem Strom speichern oder Erzeugung und Verbrauch aufeinander abstimmen, gehören Demand Side Management oder Power to Heat.

Unternehmen, die sich an der Initiative beteiligen möchten, können sich bei der Dena melden.

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