‚Stromspar-Check‘ wird ausgeweitet

Caritas und Energieagenturen helfen einkommensschwachen Haushalten

21. September 2009

Mehr Standorte, mehr Stromsparhelfer und damit mehr Stromspar-Checks – das sind die Ziele, die der Deutsche Caritasverband (DCV) und der Bundesverband der Energie- und Klimaschutzagenturen Deutschlands (eaD) bis Dezember 2010 erreichen wollen. Die aktuellen Zahlen des Projektes in Berlin: über 11.000 einkommensschwache Haushalte haben in den letzten Monaten qualifizierte Hilfen zum Energiesparen erhalten. So wurden im Durchschnitt rund 16 % weniger Strom verbraucht und somit 89 € pro Haushalt eingespart. Durch das erweiterte Angebot können künftig von Konstanz bis Rostock noch mehr Empfänger von Arbeitslosengeld II, Sozialhilfe oder Wohngeld den Stromspar-Check in Anspruch nehmen. Der Stromspar-Check wird vom Bundesministerium für Umweltschutz und Reaktorsicherheit im Rahmen der Initiative ‚Klima sucht Schutz‘ finanziert.

Zehn weitere Standorte nehmen künftig an dem Projekt teil. In den dann etwa 70 Städten und Gemeinden sollen insgesamt 750 Stromsparhelfer mindestens weitere 22.000 Checks durchführen. Dadurch sparen die Haushalte 7.300 Tonnen CO2-Emissionen. Ziel von DCV und eaD ist es darüber hinaus, Unterstützer aus der Wirtschaft und die Kommunen für eine langfristige Kooperation zu gewinnen.

In den letzten Monaten haben die bisherigen 588 Stromsparhelfer Soforthilfen, zum Beispiel Energiesparlampen, schaltbare Steckerleisten oder sogenannte Strahlregler im Wert von insgesamt etwa 470.000 € installiert. Die Soforthilfen und das durch die Beratung veränderte Nutzerverhalten haben eine jährliche Ersparnis von fast eine Million Euro in den Haushalten und von fast einer halben Million Euro für Kommunen und Bund bewirkt.

Eine weitere Neuerung ist das fremdsprachige Informationsmaterial, das für Standorte erarbeitet wird, an denen viele nicht-deutschsprachige Haushalte sowie Beratungspersonal mit entsprechenden Sprachkenntnissen vorhanden sind.