Studie: Ausstoß von Treibhausgasen wird sinken

Deutschland ist beim Klimaschutz Vorreiter. Bis 2020 wird der Ausstoß von Treibhausgasen um 31% sinken gegenüber dem Niveau von 1990. Das geht aus Berechnungen der Unternehmensberatung McKinsey & Company hervor.

09. Mai 2012

Dabei gehen die Berater von einem Fortbestehen der aktuell gültigen gesetzlichen Rahmenbedingungen und einem jährlichen Wirtschaftswachstum von 1,6% aus. Gleichzeitig werden die Kosten der Energiewende für Unternehmen und Privathaushalte im Vergleich von heute 13,5 Mrd. € jährlich um rund 60% auf dann 21,5 Mrd. € steigen. Die Versorgungssicherheit mit Strom wird sinken. Die Stromnachfrage werde aber nicht wie von der Bundesregierung erwartet deutlich sinken, sondern sogar steigen. Ohne erhebliche Anstrengungen besonders im Bereich von Energieeffizienzsteigerungen im Industrie- und Gebäudesektor und dem Ausbau von Windkraftanlagen sowohl On- als auch Offshore drohe sogar eine Stagnation auf dem heutigen Niveau von -24%, so die Experten.

Ohne konsequente Umsetzung bereits beschlossener Maßnahmen sowie Beschleunigung von Maßnahmen, die sich zu verzögern drohen, seien die 31% nicht zu schaffen. Dazu zählten eine Steigerung der Energieeffizienz in Industrie und Gebäuden sowie der Ausbau von Windkraftanlagen an Land und im Meer. Weiter reichende Ziele zur Treibhausgas-Vermeidung sind nach Einschätzung der Energieexpertin derzeit nicht realistisch.