Studie: Keine Energiewende ohne Pumpspeicher

In den kommenden zehn Jahren haben Pumpspeicherkraftwerke in den DACH-Ländern nur geringen Einfluss auf die verbesserte Integration von erneuerbaren Energien in das Netz. Das ist das Ergebnis einer Studie der ETH Zürich im Auftrag des Bundeswirtschaftsministeriums in Berlin.

29. August 2014

Bei einem Anteil von durchschnittlich rund 40 % erneuerbarer Energie in den Netzen in Deutschland, Österreich und der Schweiz ist der Studie zufolge die bereits im System vorhandene operative Flexibilität, etwa in Form von flexiblen thermischen Kraftwerken, noch hinreichend groß. Langfristig wächst der Untersuchung zufolge der Beitrag von Pumpspeichern für die Netz- und Marktintegration erneuerbarer Energien.

»In den kommenden 20 Jahren, im Langfristszenario mit einem circa 50%igen EE-Elektrizitätsanteil in den DACH-Ländern, helfen Pumpspeicherkraftwerke (PSKW) bei der Netz-/Marktintegration von EE-Stromproduktion«, heißt es in der Studie. Im weiter entfernten Zeitbereichen, über 20 Jahre hinaus bei einem mehr als 60%igen EE-Elektrizitätsanteil in den DACH-Ländern, ist laut der Studie ein stark ansteigender Nutzen von PSKW und der durch diese bereitgestellte Flexibilität zu erwarten.

Im Rahmen der Studie wurden die rechtlichen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen von Pumpspeicherkraftwerken in den drei Ländern untersucht sowie künftige Weiterentwicklungsmöglichkeiten analysiert. Die Gutachter kommen zu dem Ergebnis, dass die Bedeutung von Pumpspeicherkraftwerken langfristig mit einem steigenden Anteil erneuerbarer Energien zunimmt und stets im engen Zusammenhang mit dem Netzausbau betrachtet werden muss.

Die rechtliche Situation für Pumpspeicher in den drei Ländern wurde im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie durch die Görg Partnerschaft von Rechtsanwälten mbB begutachtet. Die wirtschaftliche Perspektive untersuchte ein Gutachten des Fachgebiets Wirtschafts- und Infrastrukturpolitik der Technischen Universität Berlin im Auftrag des schweizerischen Bundesamts für Energie. Die Beiträge von Pumpspeicherkraftwerken für die Energieversorgung sind Inhalt einer Studie des Instituts für Elektrische Anlagen und Energiewirtschaft der RWTH Aachen im Auftrag des österreichischen Bundesministeriums für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft. Darüber hinaus wurde ein zusammenfassender Bericht durch das Energy Science Center der ETH Zürich im Auftrag des schweizerischen Bundesamts für Energie erstellt.

Die einzelnen Teile der Studie finden Sie auf der Homepage des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie.