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Studie: Kleine Wasserkraft reduziert Kosten für Netzausbau

Der Bestand der kleinen Wasserkraftanlagen reduziert die Kosten für den Netzausbau um rund eine Milliarde Euro gegenüber einem Szenario ohne diese Anlagen und stabilisiert die Netze. Das ist zentrales Ergebnis einer Kurzstudie der Bergischen Universität Wuppertal.

16. Juli 2018

„Damit die kleine Wasserkraft diese Vorteile ausspielen kann, sollte die Bundesregierung in dieser Legislaturperiode Rahmenbedingungen schaffen, die den Erhalt und den Ausbau der kleinen Wasserkraft sichern“, so Hans-Peter Lang, Präsident des BDW, bei der Veröffentlichung des Gutachtens.

Die Studie der Universität zeigt in einem Szenarienvergleich, dass die Netzausbaukosten ohne kleine Wasserkraftanlagen um 750 Millionen steigen können und weitere Netzdienstleistungen im Wert von 250 Millionen Euro verloren gehen, wie der Verband weiter mitteilt.

 „So reduzieren zum Beispiel die über 7.000 Wasserkraftwerke in Deutschland wegen ihrer Nähe zu den Stromverbrauchern die Netzverluste erheblich. Sie erzeugen den Strom konstant und meistens dort, wo er gebraucht wird. Wasserkraftstrom muss daher nicht über lange Distanzen über die Netze transportiert werden,“ sagt Lang.

Ökologische Modernisierung fördern

Die derzeitigen ökologischen Auflagen, wie Fischaufstiege und -abstiege sind zwar technisch umsetzbar, untergraben aber die Wirtschaftlichkeit der Anlagen. Daher empfiehlt der BDW der Bundesregierung, die Finanzierungsgrundlage für die Wasserkraft zu verbessern.

„Ein Wasserkraftbetreiber, der seine Anlage ökologisch modernisiert, erfüllt auch eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Deshalb sollte die Bundesregierung über ein Bundesförderprogramm die ökologische Modernisierung unterstützen“, so Lang.

Die Studie, die Präsentation und die Handlungsempfehlungen stehen hier auf der Website des BDW zur Verfügung.

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