Studie untersucht Batteriespeicher

Ökobilanz

Eine Studie des Forschungszentrums Jülich zeigt, dass stationäre Großbatteriespeicher im Vergleich mit Steinkohlekraftwerken auch ökologische Vorteile haben.

28. April 2015

Um die unterschiedlichen Umweltwirkungen von Steinkohlekraftwerken und Großbatteriespeichern durch das Bereitstellen von Primärregelleistung detailliert herauszuarbeiten, verglichen die Jülicher Forscher nach eigenen Angaben die Systeme in verschiedenen Einsatzbereichen. Eine zentrale Frage in diesem Zusammenhang war, ob vor dem Hintergrund des starken Ausbaus erneuerbarer Energien fossile Kraftwerkskapazität durch den Einsatz von Großbatteriespeichern ersetzt werden kann.

Für die Studie kamen die Daten zum Großbatteriespeicher aus Schwerin von der 5-MW-Lithium-Ionen-Anlage der Wemag. Die Forscher gingen eigenen Angaben zufolge in ihrer Studie bei Kraftwerken und Großbatterien von einer Laufzeit von 20 Jahren aus. In den meisten Betriebsszenarien ergaben sich ökologische Vorteile für die Großbatteriespeicher, besonders beim CO2-Ausstoß und Treibhauseffekt. Steinkohlekraftwerke haben in einem Fall Vorteile: Unter der Annahme, dass sie kurzfristig über- und unterlastfähig sind und alle Netzdienstleistungen erbringen sowie einen minimalen Verlust des Wirkungsgrades aufweisen.

Erschienen in Ausgabe: 04/2015