Studie von TNS Infratest zum Stromanbieterwechsel

Kleinere überregionale Anbieter und Naturstromanbieter sind die Gewinner der Wechselprozesse auf dem deutschen Strommarkt. Diese beiden Versorgergruppen haben die höchsten Zuwächse an Stromkunden.

11. Februar 2011

Dies zeigt eine aktuelle Studie über den Stromanbieterwechsler der letzten drei Monate, die von der TNS Infratest Energiemarktforschung durchgeführt wurde. Nach den vorliegenden Ergebnissen wechselt jeder zweite Stromanbieterwechsler zu einem kleineren überregionalen Energieversorger.

Bereits die Studienergebnisse aus 2009 zeigten, dass die erwartete Preisersparnis beim neuen Anbieter sowie Tarife, die besser auf die jeweiligen Bedürfnisse zugeschnitten sind, wesentliche Wechselgründe für die Kunden sind. »Die Gruppe der kleineren überregionalen Stromversorger hat großen Zuwachs an Neukunden, da neue Akteure wie z.B. Hitstrom oder Priostrom mit ihren Discount-Angeboten seit Ende 2009 zu Lasten von großen überregionalen Anbietern und den Stadtwerken auf den deutschen Strommarkt drängen‹, so Dr. Petra Breidenbach, zuständige Projektleiterin der Studie ›Strommarkt 2011‹ bei TNS Infratest.

Als zweitwichtigster Wechselgrund ist laut der Studie hinter dem Preismotiv das Angebot von alternativen Tarifen beim neuen Anbieter zu nennen, die besser auf die jeweilige Bedürfnisstruktur (z.B. hinsichtlich Verbrauchsverhalten, Transparenz, Präferenz für bestimmte Stromquelle) angepasst sind.

Die Studie ›Strommarkt 2010/2011‹ ist eine Neuauflage der bereits 2009 erschienenen Eigenstudie der TNS Infratest Energiemarktforschung und greift neben bevölkerungsrepräsentativ untersuchten Themen das Verhalten und die Bereitschaft zum Stromanbieterwechsel sowie die Kundenbindung an den jetzigen Stromanbieter erneut auf. Außerdem wird die Relevanz des Internets als Informationsmedium und zur Entscheidungsvorbereitung von Stromanbieterwechseln mit Hilfe von Clickstream-Analysen der Software TNS Digital Behave analysiert.