Netzausbau

Suedostlink: Schritt für Schritt zum Korridor-Entscheid

Die neue Stromtrasse zwischen Sachsen-Anhalt und Bayern steht im Schatten des bundesweiten Großprojekts Suedlink. Sie ist aber genauso wichtig.

26. März 2019
Grüne Energie
(Bild: lassedesignen – stock.adobe.com)

Jetzt hat Netzbetreiber Tennet die vertieften Planungen für den zweiten Abschnitt der Erdkabelverbindung in Bayern vorgestellt. Sie sind das Ergebnis detaillierter Untersuchungen von Korridor-Alternativen im Suedostlink-Abschnitt D von Pfreimd bis Isar im Raum Landshut. Die Bundesnetzagentur als Genehmigungsbehörde entscheidet über den Suedostlink-Korridor voraussichtlich im zweiten Halbjahr 2019.

Übersichtskarten

Tennet hat die Übersichtskarten zum Vorschlagskorridor im Internet veröffentlicht. Die öffentliche Auslegung der Unterlagen durch die Bundesnetzagentur wird voraussichtlich ab Mitte Mai 2019 beginnen, so Tennet. Dann wird auch die formelle Bürgerbeteiligung starten.

Das Projekt Suedostlink

„Voraussichtlich in der zweiten Jahreshälfte 2019 wird die Bundesnetzagentur den Verlauf des Korridors festlegen“, so Tennet in einer Mitteilung. Suedostlink soll ab 2025 als Gleichstrom-Erdkabelverbindung die windreichen Regionen Ostdeutschlands mit Bayern verbinden.

Die Verbindung wird in Wolmirstedt bei Magdeburg beginnen; Endpunkt ist der Kraftwerksstandort Isar bei Landshut. Tennet ist für die Planungen in Bayern, 50 Hertz in den Bundesländern Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen verantwortlich. Aktuell befindet sich Suedostlink in der Bundesfachplanung.

Am Ende dieses Verfahrens legt die genehmigende Bundesnetzagentur einen 1.000 Meter breiten Korridor fest. Erst in dem anschließenden Planfeststellungsverfahren entscheidet die Bundes-netzagentur über den konkreten Erdkabel-Verlauf für die Verbindung.

Suedlink: Großprojekt mit kleinen Teilen

Die Stromautobahn zwischen Nord- und Süddeutschland ist eines der größten Projekte der Energiewende. Jetzt steht die Genehmigung des Trassenverlaufs an. Anfang März erhielt die BNetzA ergänzende Planungsunterlagen von den Netzbetreibern Tennet und Transnet BW. Die Unternehmen hatten ihre Planung für das Großprojekt Suedlink Ende Februar der Presse vorgestellt. Hier die Details zum Nachlesen.