Supraleiter für effiziente Windkraftanlagen

Partner aus Industrie und Wissenschaft entwickeln im EU-Projekt ›Suprapower‹ eine Windkraftanlage mit supraleitendem Generator von 10 MW. Dabei ermögliche die Supraleitung erhebliche Einsparungen an Energie und Rohstoffen. Der Bereich Kryotechnik am Institut für Technische Physik (ITEP) des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) steuert zu dem Projekt die Kühlung bei.

10. Januar 2013

Die Forscher am KIT bauen einen rotierenden Kryostaten, der die supraleitenden Spulen auf -253 °C kühlt. Dies sei eine entscheidende Bedingung für den Stromfluss ohne Widerstand.

Die Windkraft soll einen wesentlichen Beitrag zur Energiewende leisten. Um mit Offshore-Windanlagen wirtschaftlich Strom zu erzeugen, bedarf es leistungsstarker Generatoren, die zuverlässig arbeiten und keinen unverhältnismäßig hohen Logistik- und Fundamentierungsaufwand verursachen. Generatoren mit Supraleitern erlauben es, die Leistung auf 10 MW und höher zu steigern und zugleich die Größe und das Gewicht wesentlich zu verringern. Außerdem benötigt der Bau supraleitender Generatoren weniger als ein Hundertstel der Menge an seltenen Erden, die für die Herstellung der derzeit häufig eingesetzten Permanentmagnet-Generatoren erforderlich ist. Damit ermöglicht die Supraleitung effiziente, robuste und kompakte Windkraftanlagen bei reduzierten Bau-, Betriebs- und Unterhaltskosten.

In dem auf vier Jahre angelegten Projekt arbeiten neun Partner aus Industrie und Wissenschaft zusammen.