Surfen mit Lichtgeschwindigkeit

Digitale Infrastruktur wird im globalen Wettbewerb immer wichtiger. Nach dem Willen von Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries sollen bis 2025 bundesweit Zugangsgeschwindigkeiten von rund 1 Gbit/s möglich sein. In Sachen Glasfasernetz sind andere Staaten deutlich weiter als Deutschland oder Österreich. Das ergab eine Studie.

16. Mai 2017

In den vergangenen vier Jahren haben die weltweiten Investitionen einen neuen Höchststand erreicht, so das Beratungsunternehmen Arthur D. Little.

 

Demnach habe die Anzahl der Haushalte, die über einen FTTH-Anschluss verfügen, seit 2012 um 20 Prozent zugenommen.

 

DACH-Region

 

„Während immer mehr Staaten unterschiedlicher Größe und Wirtschaftskraft über ein breit ausgebautes FTTH Netz verfügen, sind die Fortschritte in Deutschland, Österreich und der Schweiz noch gering“, heißt es.

 

Demnach hängen Österreich und Deutschland im internationalen Vergleich mit Abdeckungen von 8 bzw. 6 Prozent deutlich zurück.

 

Weltweit haben den Angaben zufolge inzwischen sieben Staaten mit einem dedizierten Rollout-Programm eine Abdeckung von mindestens 95 Prozent der Haushalte erreichen konnten.

 

Die Experten haben vier Regionen ausgemacht, in denen besonders starke Investitionen in die Technologie erfolgt sind.

 

Lettland und Litauen

 

Diese sind den Angaben zufolge der Mittlere Osten, Südostasien, die iberische Halbinsel sowie das Baltikum.

 

"In Lettland und Litauen sind inzwischen 100 Prozent der Haushalte an das schnelle FTTH Netz angeschlossen", so das Beratungsunternehmen.

 

Auch in Katar, Singapur, Japan, Portugal, Südkorea, Hongkong und Spanien verfügen deutlich mehr als 80 Prozent der Haushalte über einen Anschluss.

 

In den Vereinigten Staaten ist die Verbreitung mit nur 24 Prozent weitaus geringer.