Talente finden und fördern

Menschen - Karriere

Personal - Im globalen Wettbewerb steigt der Bedarf an innovativen Mitarbeitern. Die Unternehmen müssen sich etwas einfallen lassen, um Talente zu identifizieren.

22. Mai 2012

»Eine der großen Herausforderungen ist es, im derzeitigen ›War for Talents‹ die richtigen Mitarbeiter mit der richtigen Qualifikation zum richtigen Zeitpunkt im Unternehmen zu haben«, so Rosemarie Clarner, Senior Partner Human Resources bei Scheer Management.

Damit eng verbunden sei das Thema Talent Management. »Es geht nicht nur darum, die Mitarbeiter zu finden, sondern sie im Unternehmen zu halten. Key-Player, mit denen man die Zukunft gestalten kann, müssen identifiziert und gezielt gefördert werden.« Nur so können Talente langfristig an das Unternehmen gebunden werden. Das ist entscheidend auch bezüglich der Innovationsfähigkeit eines Unternehmens.

Koordinierung wichtig

Beim Talent Management gehe es unter dem Strich darum, besonders die Schlüsselpositionen im Unternehmen langfristig und mit den richtigen Talenten zu besetzen. »Dabei ist es in erster Linie wichtig, dass die Führungsmannschaft ihr Commitment gibt für das Thema Talent Management.«

Es müssen die notwendigen Rahmenbedingungen geschaffen werden, um Talente im Sinne der Unternehmensziele optimal zu entfalten. Das erfordere jedoch sehr viel Planung, einen genauen Abgleich vorhandener und benötigter Ressourcen und ein ständiges Controlling. »Professionell ist all das im Grunde nur mit einer entsprechenden Technologie zu stemmen!«

Die Organisation sollte entsprechend vorbereitet sein. Klare Verantwortlichkeiten sind hier ebenso wichtig wie eine koordinierende Stelle – in der Regel HR – sowie die Sicherstellung erforderlicher Kompetenzen.

Flexible Weiterbildung

Ein entsprechendes Tool »muss den gesamten Talent-Management-Prozess unterstützen. Beispielsweise benötige ich immer einen aktuellen Überblick über meine Talent-Landschaft«, so Clarner weiter. »Ich muss wissen, welche Potenziale es im Unternehmen gibt – mit welchen Qualifikationen und Skills, wie das Ist-Profil der Mitarbeiter und das Soll-Profil für die Zukunft ist.«

Dabei können Dienstleister wie etwa die IMC AG helfen. Das Unternehmen verfügt über Lösungen und Konzepte für Learning- und Talent-Management-Prozesse: von Managed Learning Services über Learning und Talent-Management-Technologien und Performance Support bis hin zur Konzeption von Lerninhalten.

Denn der nächste Schritt im Talent-Management-Prozess sind Weiterbildungsmaßnahmen. Hier betrachtet Clarner Learning-Technologien als ein Thema der Zukunft. »Ich sehe die rückläufige Tendenz von Präsenzveranstaltungen. In Zukunft werden die Unternehmen noch mehr auf Lerntechnologien setzen, in einer Kombination mit individuellem Coaching.«

Ein weiterer Trend gehe hin zum mobilen und informellen Lernen: Mitarbeiter haben immer weniger Zeit, daher müssen Weiterbildungsmaßnahmen flexibel einsetzbar sein – also orts- und zeitunabhängig.

Mit Smartphone und Tablet-PC ist ein Mitarbeiter nicht darauf angewiesen, im Unternehmen zu sein und dort Seminare zu besuchen. Er kann, egal wo er gerade ist, auf Weiterbildungsinhalte zurückgreifen. »Wartezeiten am Flughafen oder Ähnliches können so optimal genutzt werden. Wichtig ist dabei, dass die Lerninhalte entsprechend angepasst und in kleine Einheiten verpackt werden.«

Und mit dem demografischen Wandel sollten Unternehmen auch an Zielgruppen herantreten, die man bisher vernachlässigt habe, um Potenziale zu erschließen. Dabei haben diese durchaus verschiedene Bedürfnisse, wie Clarner herausstellt:

Bei der Generation 50+ etwa gehe es darum, die Bereitschaft zu erhöhen, weiter zu lernen und sich neue Technologien anzueignen. »Dazu muss ich Lerntechnologien und Möglichkeiten bieten, die ihnen Spaß machen und ihnen auch gerecht werden.«

»Auf die sogenannten Digital Natives muss ich mich in anderer Weise einstellen. Die jungen Leute bewegen sich in den sozialen Netzwerken, und über diese Wege kann ich sie erreichen. Das beginnt schon beim Recruiting.« Wenn es gelinge, hier die richtigen Maßnahmen zu entwickeln und diese Leute an Bord zu bekommen und zu halten, habe man einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil.

Erschienen in Ausgabe: 05/2012