Tank-Karte für Autostrom

Im Februar gab die EU grünes Licht für den Ausbau der E-Tankstellen in Deutschland. 300 Mio. Euro investiert die Bundesregierung in Ladesäulen für Autostrom bundesweit. Es gibt viel zu tun. Laut der Bundesnetzagentur gibt es im Bundesgebiet erst rund 1.600 Ladeeinrichtungen mit insgesamt 3.335 Ladepunkten.

18. April 2017

Davon entfallen etwa 128 auf Schnellladepunkte, die sich auf 63 Ladeeinrichtungen verteilen.

 

Alle Standorte sind in einer interaktiven Übersichtskarte für öffentliche Ladepunkte erfasst, die jetzt Online zur Verfügung steht.

 

„Mit der Veröffentlichung kann sich jede Verbraucherin und jeder Verbraucher einen Überblick über die aktuelle Verteilung der Ladesäulen in Deutschland verschaffen“ sagt Jochen Homann, Präsident der Bundesnetzagentur.

 

Stadt-Land-Gefälle

 

„Trotz erkennbarer Schwerpunkte in den Ballungszentren bieten auch immer mehr regionale Anbieter öffentliche Ladepunkte an. Wir sind zuversichtlich, dass der Ausbau der öffentlichen Ladeinfrastruktur zügig voranschreiten wird.“

 

Die Übersichtskarte bildet den Standort der jeweiligen Ladepunkte mit Adresse sowie die vorhandenen Stecker und Ladeleistungen ab.

 

So kann sich jeder Nutzer eines Elektroautos schnell und einfach über nahegelegene Lademöglichkeiten informieren. Daneben lässt sich auch die Verteilung der Ladeeinrichtungen in einzelnen Regionen und Bundesländern anzeigen.

 

Zudem sind die Einrichtungen nach Schnell- und Normalladepunkten differenzierbar. Diese Unterscheidung ergibt sich aus der Ladesäulenverordnung, die Ladepunkte in Abhängigkeit ihrer maximalen Ladeleistung als Normalladepunkt bis 22 kW oder als Schnellladepunkte mit über 22 kW Leistung bestimmt.

 

Meldepflicht seit März 2016

 

Betreiber von öffentlich zugänglichen Ladepunkten sind seit 17. März 2016 verpflichtet, diese bei der Bundesnetzagentur anzuzeigen.

 

Hintergrund ist insbesondere die Sicherstellung einer einheitlichen Ladeinfrastruktur in Deutschland durch die Festlegung bestimmter Steckertypen als Mindeststandards. Ausgenommen von den Verpflichtungen sind lediglich Normalladepunkte, die vor Inkrafttreten der Verordnung aufgebaut wurden.

 

Die Karte wird regelmäßig aktualisiert und ist unter www.bundesnetzagentur.de/ladesaeulenkarte veröffentlicht