Tausch von Grundlast- gegen Spitzenlasterzeugung

RWE schließt mit Eos Vereinbarung mit 10-jähriger Laufzeit

03. September 2007

RWE und die schweizerische Eos (Energie Ouest Suisse), Lausanne, haben vereinbart, Strom aus Wasserkraft gegen Strom aus Steinkohleerzeugung zu tauschen. Diese Vereinbarung soll zum 1. Januar 2009 in Kraft treten und zunächst auf zehn Jahre befristet sein. RWE wird laut Eos Mengen in einer Größenordnung von voraussichtlich einer Mrd. kWh Strom aus Steinkohle-Erzeugung pro Jahr liefern. Durch den Tausch wollen beide Unternehmen ihre Position in der Grund- und Spitzenlasterzeugung wirtschaftlich weiter optimieren.

RWE Trading und Eos sichern sich, so eine Verlautbarung, gegenseitig die Möglichkeit zu, täglich Teile der Grundlasterzeugung aus Steinkohle von RWE Power gegen die Spitzenlasterzeugung aus Wasserkraft von Eos zu tauschen. Dies geschieht auf virtueller Basis und zu langfristig festgelegten Parametern jeweils für den kommenden Tag. RWE Power kann auf diese Weise kurzfristig und flexibel auf Spitzenlast zugreifen, die das Unternehmen andernfalls an der Börse beschaffen müsste. Gleiches gilt für Eos, die sich kurzfristig und kostengünstig für den nächsten Tag mit Grundlast aus Kohle eindecken und im Gegenzug Spitzenlast für RWE liefern kann. Vorteile ergeben sich auf beiden Seiten, da Engpässe vermieden werden und eine effizientere Auslastung eigener Erzeugungsanlagen gewährleistet ist.