Tausende Vögel sterben durch Stromschlag

Umrüstung der Strommasten verläuft schleppend

12. Februar 2007

Die Umrüstung vogelgefährlicher Strommasten verläuft nach Beobachtungen des Naturschutzbund Deutschland (NABU) e.V. und der Gesellschaft zur Erhaltung der Eulen (EGE) nur schleppend. Besonders gefährdet sind vor allem die großen Arten wie Eulen, Greifvögel und Störche. Immer noch sterben Tausende Vögel an ungesicherten Mittelspannungsmasten durch Stromschlag. Deutschlandweit muss noch mindestens mit 350.000 gefährlichen Masten gerechnet werden, wie aus den Ergebnissen einer aktuellen Umfrage der EGE hervorgeht. Aus Sicht der Verbände messen die Energiewirtschaft und Umweltminister dem Problem zu wenig Bedeutung bei, obwohl der Gesetzgeber bis 2012 die Umrüstung aller vogelgefährlichen Strommasten vorschreibt.

Jetzt, nach rund der Hälfte der zehnjährigen Umsetzungsfrist, hat die EGE die Umweltminister der Länder nach dem Stand der Umrüstung vogelgefährlicher Masten befragt. Die Ergebnisse sind ernüchternd und belegen, dass die Entschärfung der Masten in den meisten Teilen Deutschlands noch sehr langsam verläuft. Erst wenige Länder haben überhaupt schon eine annähernde Vorstellung von der Zahl ihrer noch umzurüstenden Masten.