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Überspannung

Technische Anlagen richtig absichern

Ein Gastbeitrag von Ralf Güthoff von Raycap.

10. Januar 2019
Ralf Güthoff, General Management bei der Raycap GmbH. (Quelle: Raycap)

Nach zwei Jahren Übergangsfrist gibt es nun kein Pardon mehr: Mit Stichtag 14. Dezember 2018 müssen Installateure die neuen Normen DIN VDE 0100–443 und DIN VDE 0100–543 für die Installation elektrischer Anlagen verpflichtend beachten.

DIN VDE 0100–543 definiert dabei Auswahl und Installationsaufbau zum Schutz vor kurzzeitigen (transienten) Überspannungen. DIN VDE 0100–443 umfasst Schutzmaßnahmen gegen Überspannungen, wie sie durch atmosphärische Einflüsse oder elektrische Schalthandlungen entstehen.

Absicherung von Hausinstallationen

Grundsätzliches Ziel beider Vorgaben ist es, mit den in der elektrischen Installation enthaltenen Überspannungselementen Schwankungen in der Niederspannungsversorgung zu limitieren. Surge Protection Devices (SPDs) zerstören sich im Ernstfall kontrolliert selbst und verhindern so Funkenbildung.

Vereinfacht gesagt gelten die neuen Vorgaben überall dort, wo sich Menschen aufhalten. Konkret vorgeschrieben ist entsprechender Überspannungsschutz für elektrische Anlagen in den folgenden Installationsbereichen:

  • Medizinische, öffentlichen und staatlichen Einrichtungen wie Krankenhäuser, Museen, Schulen und Kirchen
  • gewerbliche und industrielle Gebäude, etwa Hotels, Banken sowie Industrie- oder auch landwirtschaftliche Betriebe
  • Wohnhäuser

Sind dort Geräte der Überspannungskategorie I und II vorhanden – dazu zählen Computer, Fernseher, Geschirrspüler, Waschmaschinen etc. – ist gemäß DIN VDE 0100–443 adäquater Überspannungsschutz erforderlich.

Zudem muss Schutz gegen durch Schaltvorgänge selbst hervorgerufene hohe Lastströme von Klimaanlagen oder Durchlauferhitzer installiert werden. Ebenfalls betroffen hiervon sind metallischen Leitungen (Gas, Wasser, Elektrik), die in Gebäude herein- oder herausführen.

Steuer- und Kommunikationsgeräte aus dem Bereich Smart Home sind in DIN VDE 0100–443 nicht explizit berücksichtigt, jedoch ist eine Absicherung auch hier empfehlenswert. Gemäß einer Studie eines großen deutschen Sachversicherers sind rund 30 Prozent aller Elektronikschäden durch Überspannungen verursacht.

Klare Vorgaben für Überspannung-Schutzeinrichtungen

DIN VDE 0100–543 beschreibt detailliert die richtige Installation eines Überspannungsschutzes, etwa Vorgaben zu Positionierung, Leitungslängen und Wahl der richtigen SPD-Kategorie.

Umfassendere Auswahlinformationen stehen unter diesem Link zur Verfügung.

Ralf Güthoff, General Management bei der Raycap GmbH