Tendenz der Umlagen insgesamt eher sinkend

Die Übertragungsnetzbetreiber haben die Höhe der letzten noch ausstehenden Umlagen bekannt gegeben. Auch wenn es teils erhebliche Aufschläge gibt, weist doch die Tendenz insgesamt leicht nach unten, so die Arbeitsgemeinschaft für sparsame Energie- und Wasserverwendung (ASEW).

26. Oktober 2017

Nach der letzte Woche bekanntgegebenen Höhe der EEG-Umlage für 2018 (6,792 Cent je Kilowattstunde) haben die vier Übertragungsnetzbetreiber auch die restlichen Umlagen für kommendes Jahr fixiert.

Dabei weise die EEG-Umlage mit ihrem Minus von fast 1,3 Prozent den Weg auch für die meisten anderen Umlagen, teilt die ASEW weiter mit: Die KWKG-Umlage sinkt um rund 21,2 Prozent auf 0,345 Cent je Kilowattstunde.

Auch die §19 StromNEV(Sonderkunden-)Umlage fällt mit 0,370 Cent je Kilowattstunde um gut 4,6 Prozent geringer aus als in diesem Jahr.

Anstieg bei zwei Umlagen

Dagegen ziehen die §18 AbLaV-Umlage auf 0,011 Cent je Kilowattstunde (+83,3 Prozent) und die Offshore-Haftungsumlage auf 0,037 Cent je Kilowattstunde (von -0,028 Cent je Kilowattstunde) deutlich an.

"Insgesamt ergibt das für 2018 eine Abgabenbelastung von 7,555 Cent je Kilowattstunde (2017: 7,684) – und damit in der Summe eine leichte Entlastung (0,129 Cent oder rund 1,7 Prozent)", so die Institution.

Stabile Strompreise wahrscheinlich

Da auch die Stromnetzentgelte im bundesweiten Schnitt wahrscheinlich leicht sinken würden, deute dies für 2018 eher auf stabile Strompreise hin.  Energieversorger sollten nun Kunden eingehend informieren, rät die ASEW.

„Die Kunden haben in den vergangenen Monaten stetige Preissteigerungen für Energierohstoffe wahrgenommen, die die Inflation getrieben haben“, sagt Daniela Wallikewitz, Geschäftsführerin der ASEW.

Frühzeitig informieren

„Die nun leicht sinkenden Umlagen wecken durchaus die Erwartung, dass die Strompreise im kommenden Jahr ebenfalls sinken. Gerade deshalb sollten Stadtwerkekunden entsprechend frühzeitig informiert werden."

Dabei gelte es, gerade die Alleinstellungsmerkmale der Stadtwerke, unmittelbare Kundennähe und regionale Verankerung, aktiv auszuspielen. „Diese Vorteile sowie die Herausforderungen der Energiewende sollten Stadtwerke ihren Kunden mitteilen.“

Die ASEW biete Stadtwerken eine Bandbreite an Unterstützung für die Kundenkommunikation.