TeraJoule Energy bringt ›Virtuelle Regelkraftwerke‹ an den deutschen Strommarkt

Die auf Energieeffizienz und Energiemanagement spezialisierte Unternehmensgruppe TeraJoule Energy bringt vier Anlagenpools zur Bereitstellung von Regelenergie in den deutschen Markt.

15. Februar 2011

Insbesondere durch den starken Ausbau erneuerbarer Energien in Deutschland nehmen kurzfristige Angebotsschwankungen im Stromnetz etwa durch unstete Wind- oder Sonnenkraft ständig zu. Um diese Schwankungen ausgleichen zu können, müssen die Netzbetreiber eine Reserve vorhalten. Hierfür vernetzt das Unternehmen nach eigenen Angaben bundesweit dezentrale Notstromaggregate zu virtuellen Regelkraftwerken in allen vier bundesdeutschen Netzgebieten. Sie werden je nach Bedarf als positive Minutenreserve in eines der vier Stromübertragungsnetze eingespeist. »Eine bundesweit organisierte Regelenergieversorgung stellt eine wichtige Voraussetzung für den weiteren Ausbau der erneuerbaren Energien in Deutschland dar«, so Dr. Frank Baumgärtner, Geschäftsführer bei TeraJoule Energy.

Um als Anbieter in dem Markt für Regelenergie tätig zu werden, müsse ein Pool von 20 MW pro Netzgebiet zu einem virtuellen Kraftwerk zusammen geschaltet sein. Für die jeweiligen Anlagenbesitzer etwa von Notstromaggregaten eröffnen sich dadurch nach eigenen Angaben zusätzliche Erlösquellen bei gleichzeitigen Kosteneinsparungen. »Anlagenbesitzer werden zu Erzeugern und verdienen in erster Linie an der Bereitstellung, das heißt an der Möglichkeit, die Anlage im Bedarfsfall zu aktivieren. Der tatsächliche Abruf erfolgt nur in wenigen Stunden pro Jahr. Eine Anlage mit 1 Megawatt kann bis zu 25.000 Euro jährlich erlösen«, erläutert der für Regelenergie verantwortliche TeraJoule Energy-Manager Matthias Karger. Die Besitzer dieser Kleinanlagen können laut Unternehmensangaben die Zusatzerlöse ohne eigenen bürokratischen oder finanziellen Aufwand erzielen. Um alle notwendigen Genehmigungen kümmere sich TeraJoule Energy.