Thermoelektrika

Serie: Energie der Zukunft

Dort, wo konventionelle Werkstoffe an ihre Grenzen stoßen, kann Keramik ihre hervorragenden Eigenschaften ausspielen.

02. August 2016

Funktionale Keramiken – so genannte Thermoelektrika – können beispielsweise in Hochtemperaturprozessen Abwärme direkt in Strom umwandeln. Im April präsentierte das Fraunhofer-Institut für Keramische Technologien und Systeme (IKTS ) zum ersten Mal ein System, mit dem die Funktionalität thermoelektrischer Keramikmodule demonstriert werden kann.

Gegenwärtig wird weniger als die Hälfte der Energie in Industrieprozessen, Verkehr oder Haushalten tatsächlich genutzt. Der Großteil entweicht trotz Energiesparmaßnahmen als Abwärme in die Umwelt. Sogenannte Thermoelektrische Generatoren (TEG) können helfen, diese ungenutzte Wärmeenergie in Elektrizität umzuwandeln.

Allerdings gibt es noch Hürden bei Kosteneffizienz, Rohstoffverfügbarkeit, Verarbeitbarkeit und Umweltverträglichkeit der eingesetzten thermoelektrischen Werkstoffe, so das Fraunhofer IKTS in einer Mitteilung.

Erschienen in Ausgabe: 06/2016