Trend zu KWK und Erneuerbare

Die Investitionen kommunaler Unternehmen in den eigenen Kraftwerkspark bleiben das dritte Jahr in Folge unverändert. Das ergab die jährlich vom Verband kommunaler Unternehmen (VKU) durchgeführte Erzeugungsumfrage. Zudem sei ein verhaltener Trend zu Energiewende-Anlagen zu erkennen.

28. September 2016

2015 haben die kommunalen Unternehmen laut Verband 4,88 Mrd.€ in die kommunale Energieerzeugung investiert (2014: 5,1 Mrd., 2013: 4,9 Mrd. Euro). Im Vergleich zu 2011 haben sich die Investitionen nahezu halbiert (8,6 Mrd.€).

Der Marktanteil kommunaler Energieerzeugung an der installierten Nettonennleistung ist 2015 auf knapp 24 GW oder 12,6%  leicht gestiegen.

"Die Zurückhaltung im Jahr 2015 geht auf den damaligen unsicheren politischen Rahmen zurück. Weder beim Erneuerbare-Energien-Gesetz, dem Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz oder dem Strommarktdesign hatte die Bundesregierung verlässliche Botschaften in den Markt gesendet", sagt VKU-Hauptgeschäftsführerin Katherina Reiche. "Dringend benötigte Investitionen in den Umbau der Energiewirtschaft konnten so nicht getätigt werden."

Anteil an Erneuerbaren auf 16,6% gestiegen

Die Investitionsstruktur zeigt laut dem Verband allerdings, dass sich der Trend von Investitionen in Energiewendeanlagen (Erneuerbare und KWK) verstetigt habe, allerdings nur verhalten.

Der Anteil der erneuerbaren Energien an der installierten Leistung kommunaler Unternehmen konnte von 15,6% im Jahr 2014 auf 16,6% im Jahr 2015 gesteigert werden. Die installierte Leistung nahm dabei im Vergleich zu 2014 um 260 auf gut 4.000 MW zu.

Kaum Änderung bei KWK

Der Anteil der Kraft-Wärme-Kopplung  an der installierten Leistung kommunaler Unternehmen blieb laut dem Verband stabil und lag 2015 bei 43,3% (Vorjahr 44% ) oder 10.376 MW.