Trianel erweitert Vermarktungsspektrum

Ausbau der Dienstleistungen rund um die Stromerzeugung

07. Juli 2009

Trianel baut seinen Service rund um die Stromerzeugung weiter aus. Der Aufbau des neuen Geschäftsfeldes zum jetzigen Zeitpunkt steht nach Angaben des Aachener Stadtwerke-Netzwerks im unmittelbaren Zusammenhang mit den Trianel-Kraftwerksprojekten in Lünen und Krefeld-Uerdingen (jeweils 750 MW Steinkohle) sowie vor Borkum (400 MW Offshore-Windpark). Nachdem von Aachen aus, laut Unternehmen, die Kraftwerksprojekte erfolgreich für die beteiligten Stadtwerke entwickelt wurden, werden nun auch konsequent die Erzeugungs-Dienstleistungen ausgebaut.

Als erstes Ziel will Trianel die Erfahrungen, Prozesse und Organisationsstrukturen bei der Bewirtschaftung des GuD-Kraftwerks in Hamm-Uentrop auf die neuen Kraftwerke übertragen. Aber auch neue Geschäftsmöglichkeiten und Synergien sollen erschlossen werden, die sich im Rahmen des zentralen Managements eines Kraftwerkpools ergeben.

Als Leiter der im Juni neu gegründeten Abteilung Erzeugungsstrategie konnte Trianel Dr. Jörg Strese gewinnen. Der gebürtige Wilhelmshavener war zuvor Prokurist bei Evonik (ehemals STEAG Saarenergie). Einen Namen in der Branche machte sich der promovierte Wirtschaftsingenieur mit dem Aufbau des ‚virtuellen Regelkraftwerkes‘ Deutschlands.

Dr. Alexander Kox, Leiter Stromwirtschaft, plant in Zukunft die Stromerzeugung entlang des vollständigen Markt-Spektrums zu vermarkten, „und zwar von langfristigen Absicherungsgeschäften bis hin zur kurzfristigen Optimierung im Spot-, Intraday- und Afterday-Markt sowie in den Systemdienstleistungsmärkten.“

Hierbei, so Kox, sei Prozesseffizienz entscheidend: „Für Trianel und unsere Kunden besteht die Chance, dieses Zusatzpotenzial auch für Erzeugungsanlagen zu heben, die bisher mangels Größe und aufgrund wenig standardisierter Marktprozesse nicht alle Vermarktungskanäle nutzen konnten.“