Trianel Kohlekraftwerk Lünen im Zeitplan

Fachwerkhaus aus Stahl vor der Fertigstellung

09. November 2009

Drei Monate nach Beginn des Stahlbaus ist das Gerüst des 40 Meter hohen Maschinenhauses westlich des Kühlturms nahezu vollendet. „Die letzten Stahlträger werden in den kommenden Tagen eingebaut“, erläutert Manfred Ungethüm, Geschäftsführer der Trianel Kohlekraftwerk Lünen GmbH & Co. KG

Rund 3.500 t Stahl sind seit Juli verbaut worden, um die Struktur des 40 m hohen Maschinenhauses zu errichten. Dabei folgt der Bau klassischen Fachwerkprinzipien. Das Stahlskelett wird bis zum Frühjahr 2010 mit Stahlpaneelen verkleidet. Rund 14.000 Quadratmeter schall- und wärmegedämmte Sandwichpaneele werden das Maschinenhaus einkleiden.

Im Maschinenhaus stehen in Zukunft die Herzstücke des Kraftwerks: Turbine und Generator. Letzterer wird bei voller Auslastung 750 MW Strom erzeugen, genug Strom, um theoretisch 1,6 Mio. Haushalte mit Strom zu versorgen.

Als erstes Kraftwerk der Region bekommt das Trianel Kohlekraftwerk Lünen zur Vermeidung von Feinstaub ein eingehaustes Kohlelager. Die ersten Fundamente für die Kohlesilos sind inzwischen mit Stahl bewehrt. Auch die Kühlwasserleitungen sind weitgehend fertig gestellt. 900 m Rohre von einem Durchmesser von 2,10 m wurden bisher auf dem Gelände verlegt. Unterdessen hat der Kühlturm die 140-Meter-Marke überschritten. Manfred Ungethüm: „Heute haben wir 141 Meter Höhe erreicht, damit ist das höchste Bauwerk auf dem Kraftwerksgelände zu 90 Prozent fertig gestellt.“

Noch im November wird die Kühlturm-Krone fertig gestellt. In 160 Meter Höhe wird ein 1,50 Meter breiter Umlauf um den Kühlturm herumführen. Der Kraftwerksbau liegt weiterhin exakt im Zeitplan. Trianel ist mit dem Baufortschritt mehr als zufrieden. „Das erste Drittel der Bauphase ist fast abgeschlossen“, so Ungethüm, „wir werden noch in diesem Jahr den Kühlturm fertig stellen. Der frühe Frosteinbruch in dieser Woche macht uns hier keine Probleme, da die Mischanlage beheizt wird, können wir bis -5 Grad betonieren.“ Auch der Etat liege im Plan: „Bisher haben die Stadtwerke gemeinsam mit Trianel über 400 Millionen Euro in den Standort Lünen investiert - eine gewaltige Summe, aber keinen Euro mehr, als in der Wirtschaftsplanung festgelegt worden ist.“