Trianel-Kohlekraftwerk zu 80 Prozent ausgelastet

»Dank der sehr hohen Flexibilität und einer optimalen Fahrweise konnten wir das Kraftwerk sehr gut im Markt etablieren. Der hocheffizient erzeugte Strom wird in hohem Maße nachgefragt«, fasst Stefan Paul, Geschäftsführer der Trianel Kohlekraftwerk Lünen, das positive Produktionsergebnis des ersten kompletten Betriebsjahres des Kraftwerks zusammen.

22. März 2015

Von Januar bis Dezember 2014 hat das Steinkohlekraftwerk Lünen 5,1 Mrd. kWh Strom produziert. »Unsere Bemühungen, den Kraftwerksbetrieb stetig zu optimieren, haben sich ausgezahlt. Mit einer Jahresauslastung von 80 Prozent haben wir unser erwartetes Ergebnis voll erreicht«, zeigt sich paul zufrieden. Das Trianel Kraftwerk in Lünen agiert ihm zufolge auch erfolgreich an den Regelleistungsmärkten und wird von den Übertragungsnetzbetreibern zur Sicherung der Netzstabilität eingesetzt.

Seit Ende 2014 versorgt das Trianel Kohlekraftwerk außerdem die Stadt Lünen mit bis zu 35 MW Fernwärme. Der im November 2014 aufgenommene Probetrieb der Fernwärmeauskopplung sei mittlerweile in den Regelbetrieb übergangen. Die Auskopplung der Fernwärme erfolgt über die Wärmetauscheranlagen auf dem Kraftwerksgelände.

Mit einem Brennstoffausnutzungsgrad von 47,5 % bei 35 MW Fernwärmeauskopplung ist die Lüner Anlage Trianel eines der modernsten und effizientesten Steinkohlekraftwerke in Europa. Technisch habe das Kraftwerk im vergangenen Jahr eine Verfügbarkeit von über 95 % erreicht.

»Für 2015 rechnen wir mit einer Auslastung des Kraftwerks von 75 bis 80 Prozent«, so Paul. In den ersten zwei Monaten 2015 habe die Stromproduktion bereits bei 850 Mio. kWh gelegen. Angesichts der aktuellen energiepolitischen Diskussion zum zukünftigen Strommarktdesign und des andauernden Preisverfalls an der Strombörse ließen sich exakte Prognosen allerdings nur schwer treffen, so Paul weiter.