Trianel plant Wasserspeicherkraftwerk an der Nethe

Ein Kraftwerk ohne Schornstein, ohne CO2-Emissionen und ohne Lärm. Ein Kraftwerk, das 600.000 Haushalte sechs Stunden am Tag lang mit Strom versorgen kann - ein solches Kraftwerk könnte bis 2019 zwischen Höxter und Beverungen entstehen. Entsprechende Planungen hat das Stadtwerke-Netzwerk Trianel nun vorgestellt.

25. Juli 2011

Konkret plane man mit rund 35 Stadtwerken die Errichtung eines Wasserspeicherkraftwerks im Grenzbereich beider Städte an der Nethe. Ein etwa 35 ha großes Oberbecken, so die derzeitigen Pläne, könne südöstlich des Scheelenbergs an der Landstrasse L 890 entstehen. Als Standort des 57 ha großen Unterbeckens sei eine Fläche zwischen der Nethe und der Bundesstrasse B 64 nördlich von Amelunxen vorgesehen. Beide Becken, so das Konzept, werden mit einem unterirdischen Stollensystem verbunden, in dem ein Pumpwerk und Turbinen untergebracht sind.

Das Unternehmen hat laut eigener Angabe den Standort an der Nethe in einem zweijährigen Suchprozess als einen der besten Speicherstandorte Deutschlands identifiziert. Dabei habe man bei der Suche neben technischen Prämissen insbesondere die Frage untersucht, an welchen Standorten möglichst geringe Auswirkungen für Bürger und Umwelt entstehen. So gibt es am Standort an der Nethe nach Aussagen der Ingenieure keine Sichtachse zwischen Wohngebieten und den neuen Speicherbecken. Da die Kraftwerkstechnik im Berg untergebracht werde, gäbe es auch keinen Lärm. Zudem, so Trianel, werde auch kein einziges Naturschutz- oder FFH-Gebiet durch die Planungen beeinträchtigt.

In den kommenden Monaten soll nun untersucht werden, ob die reale Situation vor Ort die bisherigen Studien bestätigt.