Trianel projektiert GuD-Kraftwerk im Chempark Krefeld-Uerdingen

Die Trianel Kraftwerk Krefeld Projektgesellschaft (TKK) hat auf Basis einer seit Ende 2010 erarbeiteten Machbarkeitsstudie die Weichen für die Projektierung eines Gas- und Dampfturbinen (GuD)-Kraftwerks im Chempark Krefeld-Uerdingen gestellt.

08. Juli 2011

Nach dem auf der Gesellschafterversammlung vorgestellten Zeitplan soll der Antrag nach dem Bundesimmissionsschutzgesetz noch in diesem Jahr gestellt werden. Geplant sei die Errichtung einer Doppelblockanlage mit einer elektrischen Leistung von bis zu 1.200 MW in den kommenden sechs Jahren. Für den Chempark-Betreiber Currenta ist, so Chempark-Leiter Dr. Stefan Dresely, die Option eines GuD-Kraftwerks zusammen mit dem Partner Trianel eine Alternative zum bestehenden Kohlekraftwerksantrag. »Da sich die wirtschaftlichen und energiepolitischen Rahmenbedingungen in den vergangenen Monaten sehr stark verändert haben, verstehen wir die Entscheidung von Trianel«, so Dresely. Entscheidend sei aber, dass das zukünftige Energiekonzept die Strom- und Dampfversorgung des Chempark zu wettbewerbsfähigen Bedingungen sicherstellt. Da die alten Kohlekessel an das Ende ihrer technischen Nutzungsdauer kommen, müsse spätestens im Jahr 2017 ein Ersatz realisiert sein.

Nach der Vorstellung des Energiekonzepts 2010 der Bundesregierung hätten die rund 30 TKK-Gesellschafter im November vergangenen Jahres die Neubewertung aller Handlungsoptionen am Standort Krefeld-Uerdingen beschlossen. Durch die Ereignisse in Japan und die daraus folgenden Veränderungen in der deutschen Energiepolitik sei eine kurzfristige Anpassung der Machbarkeitsstudie notwendig geworden.