Trockene Materie verspricht höhere Effizienz

Versuchsanlage zur Kohlevortrocknung geht in Probebetrieb.

11. Dezember 2008

Ein Jahr nach Baubeginn liefert die Versuchsanlage zur Druckaufgeladenen Dampf-Wirbelschicht-Trocknung (DDWT) am Standort Schwarze Pumpe erste Ergebnisse für die Forschung zur Errichtung eines Trockenbraunkohleblockes. Mit einer Wirkungsgradsteigerung von bis zu 5 % soll mit dieser Technologie die Effizienz künftiger Braunkohlekraftwerke deutlich angehoben werden. Zum Tag der offenen Tür an der CCS-Pilotanlage wurde die 6,5 Mio. € teure Anlage für interessierte Besucher erstmalig geöffnet.

Zwei Punkte tragen laut Vattenfall entscheidend zur Wirkungsgradsteigerung bei: Zum einen die geringere Restfeuchte und der damit höhere Heizwert der Kohle im Kraftwerkskessel, zum anderem die energetische Nutzung des bei der Trocknung entstehenden Kohlenwasserdampfes im Kraftwerksprozess. Zudem ermöglicht die trockene Braunkohle einen geringeren Umfang der Rauchgasreinigungssysteme. Zwischen 8 und 10 t Braunkohle können in der bis zu 6 bar druckaufgeladenen Versuchsanlage bei maximal 160 Grad Betriebstemperatur pro Stunde getrocknet werden. Bekohlt wird die Anlage von dem Veredlungsbetrieb von Vattenfall Europe Mining & Generation, den Heizdampf für den Trocknungsprozess stellt das Kraftwerk Schwarze Pumpe bereit.