Trudi für Transparenz

Wieder ein Schritt auf dem Weg zum intelligenten Messsystem: Die Displaysoftware Trudi ist von der PTB abgenommen worden. Sie ermöglicht eine eichrechtkonforme Verwendung des Gateways, da dem Endverbraucher damit die relevanten Informationen auf eine lokale Sichtanzeigeeinheit übermittelt werden.

06. Februar 2018

Der Arbeitskreis Bundesdisplay hat die Open-Source-Software Trudi entwickelt. Er wurde im Rahmen des Rollouts intelligenter Messsysteme als Initiative der PTB, sowie des ZVEI zusammen mit Zähler- und Smart-Meter-Gateway-Herstellern ins Leben gerufen.

Abrechnung überprüfbar

Nach der erfolgreichen Prüfung durch die Physikalisch-Technische Bundesanstalt (PTB) ermöglicht die Transparenz- und Display-Software dem Endverbraucher eine einheitliche, herstellerübergreifende Darstellung seines Energiebedarfs sowie die Möglichkeit zur Rechnungsprüfung, teilt Gateway-Hersteller PPC weiter mit.

Hierfür verbindet sich die Software über die Kunden-Schnittstelle mit dem Smart-Meter-Gateway (SMGW).Neben der Display-Funktion, auf der die im SMGW gespeicherten Messwerte dem Endverbraucher angezeigt werden, steht auch eine sogenannte Transparenz-Funktion zur Verfügung. Diese bietet dem Endverbraucher die Möglichkeit, einen beim Lieferanten gebildeten Tarif lokal nachzurechnen und somit seine Rechnung zu überprüfen.

Trudi steht als betriebssystemunabhängige Open-Source-Software kostenfrei zum öffentlichen Download zur Verfügung, wobei die Wartung und Pflege der Software weiterhin durch die Unternehmen des Arbeitskreises erfolgt.

Bereit für den Rollout

Die Software ist zudem Bestandteil des Baumusterprüfbescheinigungs-Verfahrens der SMGWs, das im Rahmen der eichrechtlichen Zulassung notwendig wird.

Hintergrund der Entwicklung ist die laut Mess- und Eichgesetz MessEG § 33 (3) geforderte Möglichkeit, auf Messwerten beruhende Rechnungen für den Rechnungsträger in einfacher Weise nachvollziehbar zu machen. Neben diesen Anforderungen wurden auch Anforderungen des Messstellenbetriebsgesetzes und der PTB-A 50.8 erfüllt.

Daher ist die Software für den Einsatz im iMSys-Rollout im Rahmen der Vorgaben des BSI einsatzfähig, so PPC.

Entwickelt wurde sie von den Unternehmen Power Plus Communications (PPC), Devolo, EMH metering, Europäische Funk-Rundsteuerung EFR), IVU Softwareentwicklung, Landis+Gyr, Sagemcom Dr. Neuhaus, Theben sowie der Deutschen Zählergesellschaft (DZG). Sie ist bereits von der PTB nach PTB-A50.8 Abschnitt 5 und 7 geprüft und zugelassen.

Auch Energieversorgungsunternehmen und Messstellenbetreiber waren bei der Entwicklung beteiligt. So unterstützten E.on und EnBW vor allem in der Spezifikations- und Testphase der Software, um deren Praxistauglichkeit zu überprüfen, heißt es in der Mitteilung.