TU Berlin prüft energieeffiziente Rechenzentren

Die Technische Universität (TU) Berlin prüft energieeffiziente Rechenzentren. Energiebewusste Einrichtungen erhalten das Umwelt-Gütesiegel ›Blauer Engel‹.

16. Juni 2011

Wer den Blauen Engel für sein energieeffizientes Rechenzentrum möchte, muss sich jedoch an der TU Berlin bewerben. Die Universität ist die derzeit einzige Einrichtung, die die Betriebe prüft. Die Vergabekriterien umfassen nach eigenen Angaben unter anderem die Erhebung des Ist-Zustands, ein kontinuierliches Monitoring des elektrischen Energieverbrauchs, der Temperaturen und der IT-Last sowie die Erstellung eines jährlichen Energieeffizienzberichtes. Zudem werden Anforderungen an die Effizienz der einzelnen Teilkomponenten der Rechenzentren zum Beispiel Stromversorgung und Klimatisierung sowie die Neuanschaffung von Komponenten und die Batterieentsorgung gestellt.

Die Universität habe dafür eine so genannte ›Data Center Benchmarking‹ (DCB)-Online-Anwendung zum Messen und Vergleichen der Energieeffizienz entwickelt. Sie ermögliche Unternehmen ihre Energieeffizienz mit mehr als 50 anderen Rechenzentren zu vergleichen. Dafür seien rund 60 Fragen zur IT- und Gebäudetechnik des Rechenzentrums zu beantworten. Man greife hier auf ausgewiesene Kompetenzen im Bereich ›Green IT‹ zurück. Zwei mit mehreren Millionen Euro geförderte Forschungsprojekte aus diesem Bereich seien das ›Cloud Labor‹ und das ›Green IT Cockpit‹ – hier werden laut eigenen Angaben technische ›Benchmarks‹, Referenzwerte für eine vergleichende Analyse, erhoben und ein Konzept für nachhaltiges IT-Management entwickelt.