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TXL: Nach dem Aus ist vor dem Neustart

Bis zur Eröffnung des neuen internationalen Flughafens BER kann Berlin auf den Flughafen Tegel nicht verzichten. Aber die Planungen für die Zeit danach sind längst im Gang. Auf dem Gelände soll ein Wohn- und Gewerbeareal mit nachhaltiger Energieversorgung entstehen.

14. November 2018
(Bild: Günter Wicker / Flughafen Berlin Brandenburg GmbH)

Ein halbes Jahr nach Eröffnung des neuen internationalen Flughafens BER soll der Flughafen Berlin-Tegel geschlossen werden.

Auf dem Areal entsteht dann in den folgenden Jahren ein Forschungs- und Industriepark für urbane Technologien sowie ein neues Wohnviertel namens Schumacher Quartier, heißt es.

Die Versorgung des Areals mit Wärme und Kälte übernehmen gemeinsam die Berliner Stadtwerke und E.on, so die Unternehmen in einer Mitteilung.

»Die Bietergemeinschaft ging als Sieger aus einer EU-weiten Konzessions-Ausschreibung für den Forschungs- und Industriepark hervor, der als eines der größten Stadtentwicklungsprojekte Europas auf dem Areal des heutigen Flughafens Tegel entstehen wird« , heißt es.

Auch das gleichfalls auf der Fläche in Tegel geplante Schumacher Quartier mit seinen über 5.000 Wohnungen soll in das Energiekonzept einbezogen werden.

Niedrigtemperaturnetz

Unternehmensangaben zufolge erfolgt die Versorgung über ein neuartiges Niedrigtemperaturnetz.

»Dieses sogenannte Low-Ex-Netz wird mit Temperaturen bis 40 Grad Celsius betrieben. Durch die im Vergleich zu einem klassischen Fernwärmenetz niedrigere Betriebstemperatur können Wärmeverluste reduziert werden«, so Berliner Stadtwerke und E.on.

Demnach können bei den Verbrauchern installierte Wärmepumpen bei Bedarf höhere Temperaturen sowie auch Kühlenergie erzeugen.

Prosumer

Das Low-Ex-Netz kann überschüssige oder selbsterzeugte Energie wie Produktionsabwärme aus den Gewerbe- und Industriebetrieben des Standortes oder Energie aus erneuerbaren Quellen aufnehmen und macht den Kunden zum Produzenten. Weil alles direkt vor Ort dezentral und nachhaltig aus einem Mix von Blockheizkraftwerken, Solaranlagen, Geothermie und Abwasserwärme erzeugt, gespeichert und verbraucht wird, fungiert das Netz als Energie-Tauschplatz, so die Unternehmen.

»Für uns ist es das erste Netz einer völlig neuen Generation und ein wichtiger Schritt für die kommunale Energiewende. In diesem Geist werden wir unsere Zusammenarbeit mit vielen Städten und Kommunen in Europa vorantreiben«,  sagt E.on-Vorstandsmitglied Karsten Wildberger.

Details des Projekts stehen online unter berlintxl.de Suchbegriff Facts & Figures. Dieser Link führt Sie direkt dorthin.