ÜNB treten Sicherheitsbündnis gegen Metallkriminalität bei

Die vier deutschen Übertragungsnetzbetreiber (ÜNB) 50Hertz, Amprion, TenneT und Transnet BW schließen sich der Sicherheitspartnerschaft gegen Metallkriminalität an. Das teilten die Unternehmen in einer gemeinsamen Pressemitteilung mit.

06. Juni 2013

Die Sicherheitspartnerschaft ist ein Bündnis deutscher Unternehmen und Verbände gegen Buntmetalldiebstahl. Kernstück der Zusammenarbeit bildet ein Frühwarnsystem. Die Mitglieder sammeln gemeinsam Informationen aus Metalldiebstählen und tauschen diese untereinander aus. Zusätzlich werden die in den Recyclingverbänden VDM und BDSV organisierten Unternehmen informiert und so der Absatz des gestohlenen Materials erschwert.

Im vergangenen Jahr wurde bei den ÜNB über 300 mal eingebrochen und Buntmetall entwendet. Dabei stehe nicht der materielle Schaden im Vordergrund, sondern die Gesundheit der Mitarbeiter. Denn durch fehlende Sicherungen gegen Stromunfälle an den beschädigten Leitungen entstehen Gefahren. Außerdem sei die Sicherheit der deutschen Stromversorgung durch die Diebstähle gefährdet.

Von der Beteiligung an der Sicherheitspartnerschaft gegen Metallkriminalität versprechen sich die ÜNB eigenen Angaben zufolge vor allem eine verstärkte Aufmerksamkeit der Sicherheitsbehörden für die Gefahren. »Die Diebstähle sind ein gefährlicher Eingriff in die Infrastruktur unseres Landes. Sie sind eine Gefahr für die wirtschaftliche Entwicklung und die begonnene Energiewende«, so ein Sprecher der ÜNB.

Die Sicherheitspartnerschaft wurde im vergangenen Jahr von der Deutschen Bahn, der Deutschen Telekom, RWE und dem Verband Deutscher Metallhändler (VDM) gegründet. Inzwischen wurden mit Vattenfall Europe Mining und der Bundesvereinigung Deutscher Stahlrecycling- und Entsorgungsunternehmen e.V. (BDSV) weitere Mitgliedsunternehmen in der Sicherheitspartnerschaft aufgenommen, zu denen nun auch die Übertragungsnetzbetreiber stoßen.