Umfrage: Deutsche schätzen Energieverbrauch falsch ein

Viele Deutsche schätzen den eigenen Energieverbrauch falsch ein. Dies zeigt eine Umfrage der Deutschen Energie-Agentur GmbH (dena).

08. Oktober 2013

Demnach sind 38 % der Befragten der Ansicht, dass die meiste Energie im Haushalt für den Betrieb von Elektrogeräten benötigt wird. Durchschnittlich machen Elektrogeräte allerdings nur 9 % des Energieverbrauchs in privaten Haushalten aus. Besonders Heizung und Warmwasser benötigen mehr Energie als gedacht. Insgesamt 57 % werden hier gebraucht. Besonders die jüngeren Befragten schätzten den Energieverbrauch von Elektrogeräten deutlich zu hoch und den Verbrauch der Heizung zu niedrig ein, so ein Ergebnis der Studie.

»In der öffentlichen Wahrnehmung und bei den Verbrauchern ist das Thema Heizenergie noch nicht angekommen«, so Stephan Kohler, Vorsitzender der dena-Geschäftsführung. Im Rahmen der Energiewende würde zu wenig über die Einsparpotenziale in Gebäuden durch effiziente Heiztechnik und bauliche Maßnahmen gesprochen. Daher müsste die Bevölkerung noch stärker über das Potenzial energieeffizienter Bau- und Sanierungsmaßnahmen informiert werden. Eine entsprechende Kampagne bereite die Allianz für Gebäude-Energie-Effizienz (geea) derzeit zusammen mit der Bundesregierung vor.

Hauseigentümer könnten ihren Energieverbrauch zum Teil deutlich reduzieren, indem sie in eine energieeffiziente Heizungsanlage oder die Dämmung des Hauses investieren. Energetische Sanierungen führen zu geringeren Energiekosten, höherem Wohnkomfort und einer nachhaltigen Steigerung des Immobilienwerts. Oft ließe sich der Energieverbrauch für Hausbesitzer oder Mieter auch schon mit einfachen Maßnahmen reduzieren.