Umfrage unter Fach- und Führungskräfte

Zwei Drittel der Chemie- und Energie-Manager spüren nichts von der Krise

30. November 2009

Der Ruf der Energie- und Chemiebranche, im Vergleich zu vielen anderen Wirtschaftszweigen recht krisenresistent zu sein, hat sich auch in 2009 einmal mehr bestätigt. Das ergibt eine aktuelle Umfrage der internationalen Managementberatung Barfeld & Partner GmbH, an der 6.000 Fach- und Führungskräfte der Energie- und Chemiebranche teilgenommen haben. Danach beurteilen nur 7 % aller Befragten die Stimmung in ihrem Unternehmen als schlecht. Das Gros der Umfrageteilnehmer (63 %) spricht von einem eher mittelmäßigen Betriebsklima. 30 % sind sogar positiv gestimmt. Dabei ist kein nennenswerter Unterschied zwischen den beiden Branchen auszumachen.

Mit Blick auf das eigene Befinden und die persönliche Situation in der Krise, lässt sich festhalten, dass mehr als zwei Drittel der Befragten davon nichts oder nur wenig spürt. Weitere 20 % rechnen erst mittelfristig mit Konsequenzen für sich selbst. 12 % der Befragten sind dagegen unmittelbar von krisenbedingten Einschnitten betroffen. Hierzu zählen besonders die Teilnehmer aus den Chemieunternehmen. Sie spüren häufiger die Auswirkungen der Wirtschaftskrise als ihre Kollegen aus der Energiewirtschaft. Bislang wurden bei jedem dritten Chemieunternehmen krisenbedingt Mitarbeiter entlassen. Ein deutlicher Unterschied zu den Energieunternehmen, bei denen nur 12 % der Mitarbeiter betroffen sind. Hinzu kommt, dass in über 40 % der Unternehmen der chemischen Industrie derzeit Kurzarbeit praktiziert wird. In der Energiewirtschaft sind es dagegen nur 9 %, wobei bei weiteren 13 % demnächst mit dieser Maßnahme gerechnet wird.