Smart Metering

Variabler Stromtarif

Smart Meter ermöglichen variable, am Börsenpreis orientierte Stromtarife. Jetzt haben zwei Unternehmen ein Angebot entwickelt, das erstmals Verbrauch und Ökostrom-Angebot koppelt.

25. Juni 2019
Energy efficiency rating of buildings for sustainable development
(Bild: NicoElNino – stock.adobe.com)

„In Deutschland können Verbraucher nun ihre Stromkosten und ihren CO2-Fußabdruck durch bewusste Veränderung ihres Verhaltens gezielt senken und gleichzeitig einen echten Beitrag zur Integration von Wind- und Solarenergie ins Stromnetz leisten“, so Awattar und Discovergy in einer Mitteilung.

Preis nach Wetterlage

Der Energieversorger Awattar bietet ab sofort bundesweit Stromtarife an, die sich stündlich am Preis der Strombörse EPEX Spot ausrichten. Diese Preise sinken immer dann, wenn die Sonne flächendeckend scheint und der Wind kräftig bläst. Oder wenn in der Nacht oder an Feiertagen die Stromnachfrage stark zurückgeht.

Grundlage für die Abrechnung der variablen Stromtarife sind die intelligenten Stromzähler von Discovergy.

„Mit dem variablen Stromtarif zeigt sich erstmals das ganze Potenzial unserer intelligenten Stromzähler für die Energiewende“, so Nikolaus Starzacher, Mitgründer und Geschäftsführer von Discovergy. „Mit der Zunahme zeitlich steuerbarer Stromverbraucher wie Wärmepumpen oder Elektroautos werden an den Börsenpreisen orientierte Tarife nun sukzessive an Bedeutung gewinnen. Gleichzeitig helfen die Preissignale dabei, die teuren Peak-Zeiten zu reduzieren. Wir flexibilisieren die Ökostrom-Nachfrage und vereinfachen damit den weiteren Zubau erneuerbarer Energien.“

Interview

Voriges Jahr sprach energiespektrum mit Starzacher über die neuen Möglichkeiten des Smart-Meter-Zeitalters. Hier das Interview in Heft 8/18 zum Nachlesen.