Vattenfall baut Direktvermarktung aus

Vattenfall will in der Direktvermarktung von Strom aus Wind und Solar künftig weiter wachsen.

11. November 2013

»Mit unseren selbst entwickelten Prognose-Tools, mit denen wir Erzeugungs- und Marktdaten rund um die Uhr sieben Tage die Woche auswerten, sind wir gut aufgestellt und können jederzeit schnell auf Marktänderungen reagieren. Damit erreichen wir eine gute Prognosegenauigkeit. So können wir die Abweichungen zur tatsächlichen Erzeugung gering halten«, so Christian Wulle, Manager Product Management Electricity bei Vattenfall. »Auch bei fallender Managementprämie ist ein Wechsel in die Direktvermarktung damit aus unserer Sicht zukünftig lohnenswert. Dies auch vor dem Hintergrund, dass voraussichtlich noch weitere Änderungen der regulatorischen Rahmenbedingungen für Erneuerbare anstehen.«

Neben Solarstrom vermarktet der Konzern Windstrom aus Onshore- und Offshore-Parks. Gegenwärtig ist nach Daten der Übertragungsnetzbetreiber eine Erzeugungsleistung von 35.105 MW für das Marktprämienmodell gemeldet. Bei der Direktvermarktung nach dem Marktprämienmodell bringen Anlagenbetreiber ihren Strom an die Börse. Als Ausgleich zwischen Börsenpreis und garantierter Vergütung nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) erhalten sie den durchschnittlichen Spotpreis und die Marktprämie sowie als zusätzlichen Anreiz anteilig die Managementprämie.