VDMA veröffentlicht Brennstoffzellen-Bilanz-Barometer

Die Brennstoffzellenindustrie in Deutschland ist auf dem Vormarsch: Industrie und Politik haben die Potenziale von Brennstoffzellen für Klima- und Ressourcenschutz, Umsatz und Beschäftigung erkannt. Das gab die VDMA Arbeitsgemeinschaft Brennstoffzellen bekannt.

26. April 2012

»Mit gut 100 Millionen Euro sind die erwarteten Umsätze in 2012 in Deutschland zwar noch überschaubar, die Potenziale sind jedoch enorm. Bis 2020 kann mit einem Umsatz von über einer Milliarde Euro gerechnet werden«, so Johannes Schiel, Geschäftsführer VDMA Brennstoffzellen. Autos und Busse seien dabei nicht berücksichtigt. »Deutschland hat das industrielle Know-how zur Entwicklung, Serienfertigung und internationalen Vermarktung von Brennstoffzellen. Dabei müssen wir uns im Wettbewerb mit Nordamerika und Asien behaupten«, so Schiel weiter.

2011 sei die Brennstoffzellen-Bilanz noch wechselhaft gewesen. Für 2012 hingegen sage das VDMA Brennstoffzellen-Barometer Hochdruck voraus: demzufolge könnte der globale Umsatz der Brennstoffzellenindustrie 1Mrd.€ übertreffen – überwiegend in kleinen und großen stationären Anwendungen. Die Transportanwendung werde in den nächsten Jahren stark aufholen. Brennstoffzellen werden heute in Deutschland, Europa und weltweit entwickelt, demonstriert und in ersten Bereichen erfolgreich vermarktet. Sie werden optimiert und beschleunigt in Häusern und Fahrzeugen eingeführt. Zur Marktdurchdringung müssten die Kosten entlang der Wertschöpfungskette jedoch weiter reduziert und die Lebensdauer verlängert werden.