Verbio begrüßt kritische Diskussion um Biokraftstoffe

Die Verbio Vereinigte BioEnergie AG begrüßt eigenen Angaben zufolge die aktuelle Debatte um die Nachhaltigkeit von Biokraftstoffen, mahnt aber zur Besonnenheit.

23. August 2012

»Ein E10-Stopp wäre Unsinn, weil unser Bioethanolverbrauch viel zu gering ist, als dass sich damit Nahrungsmittelknappheit bekämpfen ließe. Leidtragende wären die deutschen Autofahrer, die dann nur noch teures Super tanken könnten«, so Claus Sauter, Vorstandsvorsitzender der Verbio AG. »Dennoch ist es eine wichtige Grundsatzfrage, ob wir wirklich Lebensmittel verschwenden wollen, um daraus Biokraftstoffe zu machen. Wir sagen ganz klar: Nein, es geht auch anders«, so Sauter weiter. Biokraftstoffe dürften nicht nur nach ihrer CO2-Bilanz beurteilt werden, sondern auch danach, ob sie nachhaltig hergestellt wurden.

Verbio produziert sogenannte ›Biokraftstoffe der 2. Generation‹, zu deren Herstellung konsequent nur landwirtschaftliche Reststoffe und nachhaltig zertifizierte Pflanzen verwendet werden und keine Lebens- oder Futtermittel, so das Unternehmen. Seit März 2012 stelle man das Biomethan verbiogas direkt aus Agrarreststoffen wie Stroh und Schlempe her. Angesichts des EU-Ziels, bis 2020 den Anteil erneuerbarer Energien im Straßenverkehr auf 10 % zu steigern, sehe man Biomethan als ökologisch besten Kraftstoff der Zukunft an. verbiogas spare gegenüber fossilen Kraftstoffen bis zu 90 % CO2 ein.