Vergütung für Windenergie sinkt um 1,2 Prozent

Die Bundesnetzagentur (BNetzA) hat am 30. November bekannt gegeben, dass die Förderung von Windenergieanlagen an Land um 1,2 % und von Biomasse um 0,5 % zum 1. April 2016 gekürzt werden.

30. November 2015

Der Netto-Zubau für Windenergie an Land liegt mit etwa 3.712 MW erneut deutlich oberhalb des Zubaukorridors. Bewegt sich der Zubau bei Windenergieanlagen an Land innerhalb des gesetzlichen Korridors von 2.400 bis 2.600 MW, ist eine Absenkung der Vergütungssätze um jeweils 0,4 % pro Quartal vorgesehen. Die Absenkung verstärkt sich, wenn der Zubau den Korridor überschreitet. Eine Unterschreitung des Zubaukorridors führt dagegen dazu, dass die Vergütung weniger stark sinkt, gleich bleibt oder sogar ansteigt.

Bei Biomasse bewegt sich der Zubau mit 67 MW wieder unterhalb der angesetzten Zubaugrenze von 100 MW ab der die Förderung zusätzlich zu der Basisdegression von 0,5 % gekürzt wird.

Die Fördersätze für Strom aus Windenergie an Land und Biomasse müssen nach den Regeln des Erneuerbaren-Energien-Gesetz 2014 ab 2016 quartalsweise angepasst werden. Entscheidend hierfür ist der Zubau im Bezugszeitraum von zwölf Monaten. Dieser ist in diesem Fall früher angesetzt als bei Photovoltaik, so dass die Förderhöhe früher berechnet und bekannt gegeben werden kann. Im Rahmen der aktuellen Berechnung der Fördersätze sind die Zubauzahlen der Monate November 2014 bis Oktober 2015 berücksichtigt worden.