Verkäufer und Freund zugleich?!

Verkäufer müssen Kunden für sich und ihr Angebot begeistern. Dies gelingt ihnen am einfachsten, wenn sie ihnen wie ein Freund begegnen. Experten nennen das neudeutsch Authentic Selling. Noch nie gehört? Der Rhetoriktrainer Ingo Vogel gibt in seinem Beitrag zum Thema Karriere zehn Tipps für gelungenes ‚authentisches Verkaufen‘.

07. November 2014

Je mehr der Verkäufer durch seine Persönlichkeit über-zeugt, umso mehr Vertrauen entsteht beim Kunden und umso wahrscheinlicher begeistert er sich für dessen Angebot.

Denn Menschen lieben und vertrauen Marken

beziehungsweise „echten Typen". Deshalb sollten

Verkäufer authentisch sein.

Aus Kunden Freunde machen

Doch was können Verkäufer tun, um im Kopf des Kunden zu dessen Freund zu werden? Antwort: Durch Emotionales Verkaufen!

Hier zehn Tipps, wie man Kunden als Freunde gewinnt.

1. Authentisch sein. Bringen Sie sich vor

Kundengesprächen in eine Top-Stimmung. Denn dann sind Sie automatisch glaubwürdig und echt.

2. Sympathie empfinden. Machen Sie sich von Ihren Kunden ein attraktives Bild im Kopf – das beeinflusst Ihr Denken und Verhalten positiv.

3. Spürbar aufmerksam sein. Freuen Sie sich auf den Kunden; suchen Sie das persönliche Gespräch und schauen Sie ihm in die Augen. Achten Sie auf seine Stimmung.

Und wenn diese einmal negativ ist? Dann sprechen Sie dies ruhig an. Sagen Sie dem Kunden, dass Sie gerne mit ihm zusammenarbeiten.

4. Echtes Interesse zeigen. Freunde interessieren sich für einander. Fragen Sie Ihren Kunden, wie es ihm geht, was er erlebt hat oder was er plant.

5. Neugierig auf den Menschen sein. Sehen und beachten Sie den Mensch hinter dem Kunden. Welche

Besonderheiten und Vorlieben hat er?

6. Persönliche Mails schreiben. Wählen Sie in den Mails an Kunden individuelle Formulierungen. Und bauen Sie in jede Mail mindestens einen persönlichen Satz ein.

7. Emotional telefonieren. Jedes Kundentelefonat sollte ein Erlebnis für ihn sein, auf das er sich freut. Und jedes Telefonat sollte auch das Ziel haben, mindestens einmal zusammen zu lachen und über ein privates Thema zu

reden.

8. Etwas mehr tun. Freunde erweisen sich Freund-schaftsdienste. Überlegen Sie: Was kann ich für meinen Kunden tun, was Verkäufer sonst nicht tun? Zum Beispiel ab und zu ein Anruf ‚einfach so‘.

9. Ratgeber und Unterstützer sein. Geben Sie Ihrem Kunden auch mal einen Rat oder eine persönliche Hilfestellung – auch wenn Sie hiervon nicht direkt profitieren. Denn das zeigt dem Kunden, dass Sie ein echter Freund sind, der sich für sein Wohl interessiert.

10. Den Kunden empfehlen. Warum Kunden immer nur um Weiterempfehlungen bitten? Sagen Sie Ihrem Kunden auch mal, dass Sie ihn gerne weiterempfehlen. Schließlich sind Sie an seinem Erfolg interessiert. Also sollten Sie ihn als Freund hierbei auch aktiv unterstützen.

Ingo Vogel

Der Autor ist Rhetorik- und Verkaufstrainer