Verteilnetz 2.0

Bundesweit werden immer mehr PV-Anlagen und Wärmepumpen installiert. Auch die Zahl der Elektroautos wird zunehmen. In der Folge steigen die Anforderungen an die Stabilität des Stromnetzes. Wie Netze fit gemacht werden können, war Thema eines Projekts in Deutschland, Dänemark und den Niederlanden, an dem auch das Fraunhofer ISE beteiligt war.

13. Oktober 2015

In dreijähriger Arbeit haben die Projektpartner Simulations- und Optimierungswerkzeuge in die ›Nemo Tool Suite‹ integriert, mit der Verteilnetze vorausschauend auf Szenarien für das Zusammenspiel von dezentralen Erzeugern und Verbrauchern vorbereitet werden können.

Praxistest in Dänemark

Das Tool wurde in der Praxis getestet; unter anderem in einem Netz mit PV, Windanlagen, Wärmepumpen, E-Fahrzeugen und BHKW in der dänischen Gemeinde Ringkøbing.

Am Anfang der Planung mit Nemo steht das Einlesen von Stromnetzen. Parallel erfolgt die netzanschlusspunktgenaue Zuteilung von Erzeugungs- und Verbrauchsdaten.

Lastflussanalyse

Anschließend werden Szenarien definiert und Lastflussanalysen durchgeführt. Wird ein Problem im Stromnetz erkannt, werden Lösungen vorgeschlagen und betriebswirtschaftlich miteinander verglichen. Mit dem Resultat geht der Anwender in die Umsetzung der Netzplanung.