Verteilnetz: Antragsverfahren im Rahmen der Anreizregulierung entwickelt

Der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) hat auf dem Branchentreffen >Treffpunkt Netze 2014< am 25. und 26. März in Berlin eine Branchenlösung zur Verbesserung der Investitionsbedingungen im Verteilnetzbereich vorgestellt.

24. März 2014

Bis zum Jahresende wird die Bundesnetzagentur den sogenannten Evaluierungsbericht zur Anreizregulierung vorlegen, der die Weichen für die dritte Regulierungsperiode stellt. "Unser Ziel war es, rechtzeitig einen praktikablen Vorschlag für die Weiterentwicklung des Regulierungsrahmens im Verteilnetzbereich zu unterbreiten. Dies ist uns hiermit gelungen", erläutert Roger Kohlmann, Mitglied der BDEW-Hauptgeschäftsführung.

Der BDEW hat ein Antragsverfahren für Unternehmen entwickelt, das im Rahmen der Anreizregulierung eingesetzt werden kann. Damit kann das Problem des Zeitverzugs für alle Verteilnetzbetreiber gelöst werden, teilt der Verband weiter mit. Im Kern sollen die durch die Investitionen steigenden Kapitalkosten ohne Zeitverzug in die Erlösobergrenzen der Netzbetreiber einfließen.

Die Netzbetreiber sollen individuell auf Basis ihres Investitionsbedarfs und der bestehenden Netzregulierung entscheiden, ob ein Antrag gestellt wird oder nicht. Dadurch soll die regulatorische Umsetzung und finanzielle Wirkung auf die echten Problemfälle beschränkt werden. "Es ist ein für Netzbetreiber und Regulierungsbehörden praktikables Antragsverfahren entwickelt worden, das unkompliziert umgesetzt werden kann und die Nachteile eines Gießkannenprinzips vermeidet", erklärt Kohlmann.