Das Leipziger Software-Unternehmen Flynex hat nach eigenen Angaben für Mitnetz Strom eine Drohne automatisch ohne aktiven Piloten und ohne direkten Sichtkontakt fliegen lassen. Zu Inspektionszwecken von Stromleitungen und Masten wurde südlich von Leipzig eine rund 20 km lange Strecke abgeflogen, heißt es in einer Flynex-Mitteilung.

Außerhalb der Sichtweite

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„Als erste Befliegung dieser Art, ohne dass ein menschlicher Eingriff notwendig war, flog die Drohne außerhalb der Sichtweite“, so Flynex. Den Angaben zufolge kontrollierte das Fluggerät insgesamt 70 Strommasten mit einer Kamera, um Seilschäden, Vogelnester und Systemnummern der Strommasten zu erfassen.

Zu diesem Zweck kam eine Künstliche Intelligenz zum Einsatz, die selbstständig die Auswertung der Aufnahmen durchführte.

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„Was bislang technisch für unmöglich galt, wurde zwischen Eula und Zwenkau nachweislich umgesetzt, so Flynex. „Wir wissen schon länger, dass BVLOS-Befliegungen, also Flüge außerhalb der Sichtweite, möglich sind. Genau hier bringen Drohnen einen enormen wirtschaftlichen Vorteil“, erklärt Michael Petrosjan von Flynex.

Für Strom- und Erdgasleitungen geeignet

Nach seinen Worten seien Strommasten und Freileitungen oder auch Gas-Pipelines prädestiniert für diese Art der Inspektionen aus der Luft.

Während des 45-minütigen Einsatzes konnte Mitnetz Strom den Flug im Livestream nachverfolgen. Geflogen wurde laut Flynex mit einem speziellen Oktokopter, eine 8-rotorige Drohne, die während des Fluges über 60 Bilder pro Minute erstellte. Eine künstliche Intelligenz wertete die Aufnahmen anschließend direkt aus.