VKU fordert Ausgestaltung der Rahmenbedingungen für Netzausbau

Jürgen Homann, Präsident der Bundesnetzagentur (BNetzA), hat im Rahmen der Pressekonferenz zum Jahresbericht der Behörde betont, dass attraktive Investitionsbedingungen notwendige Grundlage für den anstehenden Um- und Ausbau der Infrastruktur sind – auch für die Verteilnetze. Der Verband kommunaler Unternehmen (VKU) begrüßt dies.

07. Mai 2012

»Es ist ein wichtiges Signal des neuen Präsidenten, dass die BNetzA die Notwendigkeit unterstreicht, für den anstehenden Um- und Ausbau der Verteilnetze attraktive Rahmenbedingungen zu schaffen«, so Hans-Joachim Reck, Hauptgeschäftsführer des VKU. »Der beschleunigte Umbau der Energielandschaft braucht eine leistungsfähige Infrastruktur, insbesondere auf der Verteilnetzebene«, so Reck weiter. Hier würden schon heute 97 % der erneuerbaren Energien eingespeist, zudem sei auf dieser Netzebene mit 83 GW bereits mehr Leistung angeschlossen als an den Übertragungsnetzen.

Nach Ansicht Recks kommt es jetzt darauf an, diese Rahmenbedingungen konkret auszugestalten: »Hierfür bietet der Vorschlag aus den Landesregulierungsbehörden zur Verbesserung der Investitionsbedingungen für Energienetzbetreiber eine sehr gute Grundlage. Ziel muss es sein, den Zeitverzug bei den Investitionen in Verteilnetze kurzfristig zu beseitigen. Nach unseren Schätzungen liegt der Investitionsbedarf in die Verteilnetze bei 25 Milliarden Euro bis 2030«, so Reck weiter.