VKU fordert integriertes Energiemarktkonzept

Der Verband kommunaler Unternehmen (VKU) fordert die Bundesregierung zu einem neuen integrierten Energiemarktkonzept auf. Dieses solle zusammen mit den Stadtwerken, den Energiekonzernen, der Wirtschaft, den Umwelt- und Verbraucherverbänden entwickelt werden.

08. August 2012

»Wir begrüßen den Anstieg der erneuerbarer Energien in der Stromversorgung. Allerdings lässt sich der zunehmende Ausbau nicht mehr ohne weiteres in das bisherige Energiemarktmodell einfügen. Wir brauchen ein neues integriertes Energiemarktkonzept, das der Energiewirtschaft ausreichend Planungs- und Investitionssicherheit bietet«, so Dr. Hermann Janning, VKU-Vizepräsident und Vorstandsvorsitzender der Stadtwerke Duisburg AG.

Um die Versorgungssicherheit der Wirtschaft und Privathaushalte weiterhin zu garantieren seien flexible und hocheffiziente Kraftwerke notwendig, die die Stromeinspeisung aus fluktuierenden erneuerbaren Energien bei Bedarf ausgleichen. »Dafür muss man langfristig stabile und berechenbare Rahmenbedingungen für bestehende und für Investitionen in neue Kraftwerke schaffen«, so Janning. Ein zukunftsfähiges Energiemarktkonzept müsse aus seiner Sicht gleichzeitig die Ausbauziele der Erneuerbaren ermöglichen, den notwendigen Aus- und Umbau der Stromnetze garantieren und die Wirtschaftlichkeit konventioneller Kraftwerke sicherstellen. Versorgungsengpässe könne man nur vermeiden, indem stilllegungsbedrohte Bestandskraftwerke verfügbar bleiben.