VKU veröffentlicht Umfrage zum Fracking

79 % der Deutschen sprechen sich dafür aus, die Förderung unkonventioneller Erdgasvorkommen aus tiefen Gesteinsschichten (Schiefergas, Kohleflözgas) mittels Fracking-Technologie nur unter sehr strengen gesetzlichen Umweltauflagen zuzulassen. Das ergab eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa im Auftrag des Verbandes kommunaler Unternehmen (VKU).

13. Februar 2013

Nur 14 % bevorzugen weniger strenge Gesetze, um diese Energiequelle möglichst gut nutzen zu können, so ein weiteres Ergebnis der Umfrage. »Wir appellieren an den Gesetzgeber, das klare Votum der Öffentlichkeit ernst zu nehmen und den rechtlichen Rahmen schnellstens anzupassen«, so VKU-Vizepräsident Michael Beckereit. Schiefergas hatte in den USA zu einem Energieboom geführt, ist aber wegen der Umweltauswirkungen umstritten.

Beckereit spricht sich für ein generelles Bohrverbot für wassersensible Gebiete, insbesondere ausgewiesene Schutzgebiete wie Heilquellen- und Wasserschutzgebiete sowie Nationalparks oder Naturschutzgebiete aus. Für die übrigen Projekte sollte eine Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) vorgeschrieben werden. Nicht kalkulierbare Risiken würden insbesondere in der potenziell hohen Bohrdichte und der eingesetzten Chemikalien liegen. Diese müssen transportiert, gelagert und schließlich mit dem Lagerstätten- und Fracwasser (Flowback) entsorgt werden. Daher müsse auch die Entsorgung des belasteten Flowback in die UVP einbezogen werden.