VKU warnt vor Stilllegung von KWK-Anlagen

Die vier Übertragungsnetzbetreiber (ÜNB) haben die neuen Netzentgelt-Aufschläge nach dem Kraft-Wärme-Kopplung-Gesetz (KWK-G) bekanntgegeben. Je nach Jahresverbrauch steigen diese zwischen 0,025 und 0,178 ct/kWh.

28. Oktober 2013

Der Kraft-Wärme-Kopplungs (KWK)-Aufschlag sei nach wie vor »moderat«, so VKU-Hauptgeschäftsführer Hans-Joachim Reck. Dieser steigt je nach Höhe des Jahresverbrauchs vom 1. Januar 2014 in den verschiedenen Kategorien zwischen 0,025 und 0,178 ct/kWh, ergaben die Berechnungen der Übertragungsnetzbetreiber (ÜNB).

Das KWK-G habe sich als Förderinstrument grundsätzlich bewährt. Allerdings würden die Anlagen im Vergleich zu den niedrigeren Erzeugungskosten von Kernenergie und Braunkohle immer seltener eingesetzt. Der extrem niedrige CO2-Zertifikate-Preis verstärke diesen Effekt, da CO2-Emissionen nicht ausreichend bepreist sind. Damit würden gerade die ›Energiewende-Kraftwerke‹, die aufgrund ihrer Flexibilität die fluktuierende Einspeisung aus erneuerbaren Energien kompensieren könnten, zunehmend unwirtschaftlich. Vielerorts bestehe sogar die Gefahr von Stilllegungen, fürchtet der VKU. »Eine wesentliche Aufgabe der neuen Regierung wird es sein, hier die richtigen Rahmenbedingungen zu schaffen«, fordert Reck. Mehr als die Hälfte der bei den kommunalen Energieversorgern installierten Kraftwerkskapazitäten besteht aus KWK-Anlagen.