VKU: Wettbewerb bei Smart Home nimmt zu

Die Nutzung von Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) hat für den Unternehmenserfolg von kommunalen Unternehmen eine immer stärkere Bedeutung. Das zeigt eine Umfrage des Verbandes kommunaler Unternehmen (VKU) unter 232 Mitgliedsunternehmen.

27. August 2014

»Um die kommunale Infrastruktur in den Bereichen Energie, Wasser und Abfall zu entwickeln, zu modernisieren und zu sichern, haben die VKU-Mitgliedsunternehmen die Potenziale von IKT-Systemen längst erkannt«, sagt VKU-Hauptgeschäftsführer Hans-Joachim Reck. »Mit dem effizienten Einsatz smarter Technologien sorgen sie außerdem dafür, neue Geschäftsfelder zu erschließen, ihr Image und die Kundenbindung zu stärken und qualifizierte Mitarbeiter zu finden«, so Reck weiter.

Der VKU-Umfrage zufolge sind der Vertriebsbereich und das Kundenmanagement (78 %), wie zum Beispiel die gezielte Kommunikation mit den Kunden durch Customer-Relationship-Managementsysteme (CRM), der Netzbetrieb (63 %) und die Logistik (38 %), wie zum Beispiel die Planung der Abfallsammeltouren der kommunalen Abfallwirtschaftsbetriebe, Einsatzgebiete für IKT-Systeme, die am häufigsten von den befragten Unternehmen aller Sparten genannt werden. In der Energie- und Wasserwirtschaft geben zudem 46 % der Befragten an, sie bei den Prozessen der Energieerzeugung und -gewinnung zu nutzen. Eine Schlüsselrolle bei IK-Technologien spielen zudem Smart-Home Techniken. Bereits jedes dritte der befragten Stadtwerke beschäftigt sich mit Smart Home-Dienstleistungen (26 %), 7% bieten konkrete Produkte an. »Gerade in diesem Bereich wird der Wettbewerb in den nächsten Jahren immens zunehmen«, so Reck. Besonders in den vergangenen Monaten war zu beobachten, dass neben den großen Energiekonzernen, auch zahlreiche Telekommunikationsunternehmen mit neuen Dienstleistungen rund um das Smart Home an den Markt gegangen sind.

Beim Einsatz von IKT setzen die VKU-Mitgliedsunternehmen überwiegend auf eigene Ressourcen, so ein weiteres Ergebnis der Umfrage. Rund ein Drittel verfügt über eigene Unternehmensbereiche, vergibt Aufträge an IT-Töchter oder kooperiert mit anderen kommunalen Unternehmen. Demgegenüber arbeitet nur ein Drittel mit externen Partnern aus der IT-Branche zusammen.

Die VKU-Mitgliedsunternehmen planen eigenen Angaben zufolge, sich in den nächsten fünf Jahren beim Einsatz von IKT-Technologien verstärkt auf den Datenschutz und die Datensicherheit sowie die Gewinnung qualifizierter Mitarbeiter zu konzentrieren. Die IT-Sicherheit wird von den Unternehmen derzeit als große Herausforderung angesehen. Das Bundesinnenministerium hatte am 19. August 2014 den Entwurf für ein IT-Sicherheitsgesetz (ITSiG) vorgelegt, das den Schutz der Integrität und Authentizität datenverarbeitender Systeme verbessern soll.