VKU zum Monitoringbericht Energie 2012

Die Bundesnetzagentur (BNetzA) und das Bundeskartellamt haben den Monitoringbericht 2012 vorgestellt. Die erstmals gemeinsam von beiden Behörden durchgeführte Erhebung und Analyse stellt den Bereichen Netze und Wettbewerb im Energiemarkt ein unbefriedigendes Zeugnis aus.

28. November 2012

»Nach gut einem Jahr Energiewende sind wir in den Kernbereichen nur wenig vorangekommen. Vor allem den Wettbewerb sehe ich weiterhin auf einem zu niedrigen Niveau«, so Hans-Joachim Reck, Hauptgeschäftsführer des Verbandes kommunaler Unternehmen (VKU). Auch wenn die Erzeugungskapazitäten der Stadtwerke durch den Erwerb der Steag 2011 auf 19,7 GW gestiegen ist, liege der Marktanteil der Stadtwerke an den 172 GW insgesamt installierter gerade bei 11,4 %. Eine effiziente und kostensparende Energieversorgung ist nur mit einer Neujustierung im Energiemarkt zu erreichen, so Reck weiter. Nur dann könnten auch kleinere und mittlere Marktteilnehmer ihren Beitrag leisten.

Weiterhin betont Reck, dass der Ausbau erneuerbarer Energien begrüßenswert sei, allerdings zügig eine Weiterentwicklung des EEG erfordere. Eine echte Integration und Marktfähigkeit der erneuerbaren Energien müsse mit investitionsfreundlichen Rahmenbedingungen für die notwendige Energieerzeugung im konventionellen Bereich zusammen gedacht werden.

Ein wichtiger Baustein für eine nachhaltige Energieerzeugung sei die Kraft-Wärme-Kopplung (KWK). Sie leiste durch hohe Effizienzgrade nicht nur einen wichtigen Beitrag zur Erreichung der klimapolitischen Ziele der Bundesregierung, sondern auch zur flexiblen Stromerzeugung. »Das Ziel, die KWK auf 25 Prozent in 2020 auszubauen, darf nicht in den Hintergrund rücken. Wir fordern daher die Bundesregierung auf, die Rahmenbedingungen zügig zu überprüfen«, so Reck.