VKU zur Festlegung des Eigenkapitalzinses der BNetzA

Die Bundesnetzagentur (BNetzA) hat bekanntgegeben, dass der Eigenkapitalzins für Neuinvestitionen in die Energienetze in der nächsten Regulierungsperiode 9,05 % beträgt. Laut des Verbandes kommunaler Unternehmen (VKU) ist »der ermittelte Zinssatz ein Schritt in die richtige Richtung.« Allerdings wäre ein deutlicher höherer Zinssatz angemessen gewesen.

03. November 2011

Das besage auch ein Kurzgutachten, das die Unternehmensberatung Kema Consulting für den VKU erarbeitet habe. Auf Grundlage des Gutachtens hatte der VKU einen Eigenkapitalzins von 11,58 % gefordert, damit die Verteilnetzbetreiber auch zukünftig in ihre Netze investieren können. »Die BNetzA hätte ein Investment in die Netze noch attraktiver machen können«, so VKU-Hauptgeschäftsführer Hans-Joachim Reck. »Die Verteilnetze sind der Schlüssel für das Gelingen der Energiewende. Auch deswegen ist der Zinssatz unseres Erachtens zu gering«, informiert Reck. »Wir fordern bei der anstehenden Novelle der Anreizregulierung endlich auch für Verteilnetzbetreiber den Zeitverzug bei der Kostenanerkennung zu beseitigen. Dadurch wird die reale Eigenkapitalverzinsung hier noch immer deutlich gemindert«, so Reck weiter.

Aktuell werden über 80 % der erneuerbaren Energien auf der Verteilnetzebene eingespeist. Und schon jetzt existiert auf dieser Netzebene nach VKU-Angaben ein Modernisierungsbedarf von 25 Mrd. € bis 2030.