Voith erhält Großauftrag für Wasserkraftwerk in Pakistan

Voith hat einen Großauftrag für die Lieferung der kompletten elektromechanischen Ausrüstung zur Erweiterung des Wasserkraftwerks Tarbela in Pakistan erhalten.

21. Februar 2014

Der Vertrag hat ein Gesamtvolumen von rund 200 Mio. € und umfasst die Lieferung von drei Generatoren, drei 470 MW-Francis-Turbinen, der Automatisierungssysteme sowie der elektrischen und mechanischen Kraftwerkausrüstung, so Voith. Auftraggeber für das Projekt, dem eine Finanzierung der Weltbank zugrunde liegt, ist die Water and Power Development Authority (WAPDA) von Pakistan. Für Voith ist der Auftrag eigenen Angaben zufolge ein wichtiger Meilenstein auf dem asiatischen Wasserkraftmarkt. Das Kraftwerk speist nach seiner Fertigstellung dringend benötigte Energie in das Stromnetz von Pakistan ein und hilft so, den stetig steigenden Energiebedarf des Landes zu decken.

Die Erweiterung des Kraftwerks greift auf den Tarbela-Damm – eines der weltweit größten Erdschüttbauwerke – und die vorhandene Infrastruktur zurück und wird die installierte Leistung des Kraftwerks um rund 40 % von 3.478 MW auf insgesamt 4.888 MW erhöhen. Die Anlage wurde 1974 am Indus gebaut und liegt rund 100 km außerhalb der Hauptstadt Islamabad.

Die Ausführung des Großprojekts übernehmen zwei Voith Hydro-Gesellschaften in Shanghai und in Heidenheim gemeinsam: Die elektrische Kraftwerksausrüstung und die Automatisierungssysteme werden bei Voith Hydro in Heidenheim entwickelt und gefertigt, während Voith Hydro in Shanghai für die Fertigung der drei vertikalen 470 MW-Francis-Turbinen und der drei 522 MVA-Generatoren, der mechanischen Kraftwerksausrüstung sowie drei Absperrklappen mit einem Innendurchmesser von 7,5 m verantwortlich zeichnet.

Mit der Erweiterung des Tarbela-Damms, der etwa 16 % des Stroms in Pakistan erzeugt, werden die Leistung des bestehenden Kraftwerks um 1.410 MW erhöht und weitere 3.871 GWh pro Jahr ins Stromnetz eingespeist. Damit trägt das Projekt auch dazu bei, Pakistans Energiemix unabhängiger von teuren Brennstoffimporten zu machen, und unterstützt so langfristig das nachhaltige Wachstum des Landes.