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Projekte

Von der Idee zur Schlüsselübergabe

Die Planung und Realisierung von Windparks ist ein Langstreckenlauf, der viele Überlegungen und hohen Kapitaleinsatz an einen erfolgreichen Betrieb stellt. Wie es abläuft, weiß der Windparkentwickler UKA: die verschiedenen Projektphasen im Überblick.

12. November 2018
UKA plant, baut und betreut seit 1999 Windparks. Rund 50 mit einer Projektpipeline von mehr als zwei Gigawatt wurden bereits ans Netz gebracht. (Bild: UKA Umweltgerechte Kraftanlagen)

Zentrales Kriterium bei der Auswahl eines Windenergiestandortes ist dessen Windhöffigkeit: Wie stark und kontinuierlich weht der Wind? Darüber geben zum Beispiel Daten vom Deutschen Wetterdienst Auskunft. Anhand sogenannter Windatlanten ist zu erkennen, ob ein Flurstück in einem windhöffigen Gebiet liegt. Ist dies der Fall, werden die potenziellen Flächen vor Ort begutachtet.

Zusätzlich setzt UKA auf langfristige Windmessungen, um die Wirtschaftlichkeit des Windenergieprojekts beurteilen zu können. Diese wird bei jedem weiteren Planungsschritt erneut überprüft.

Durch den Einsatz von Geoinformationssystemen und Vermessungsingenieuren findet eine genaue Vermessung der Geländeeigenschaften und Liegenschaften statt. So wird unter anderem sichergestellt, dass der notwendige Abstand zu bewohnten Gebieten gewahrt bleibt und dass Naturschutzgebiete und geschützte Landschaftsteile nicht beeinträchtigt werden.

Zivil- und planungsrechtliche Sicherung

Den nächsten Schritt stellt die zivil- und planungsrechtliche Sicherung dar. Sind die geeigneten Standorte identifiziert, werden Gespräche mit den Eigentümern geführt. Bei Windenergieprojekten werden die Flächen üblicherweise nicht gekauft. Stattdessen werden die für die Errichtung und den Betrieb der Windenergieanlagen erforderlichen Nutzungsrechte langfristig gesichert. Der Vorteil für Landeigentümer, Landwirte und Gemeinden: Die Flächen bleiben im Gemeinde- oder Familienbesitz und können parallel zur Windenergienutzung weiter bewirtschaftet werden. Mit Gemeinden sucht UKA die Zusammenarbeit mittels Infrastrukturverträgen, um die Grundflächen und Wege der Gemeinde im Windeignungsgebiet nutzen zu können.

Nach Standortanalyse und -sicherung rückt die Auswahl des geeigneten Windenergieanlagentyps in den Vordergrund. So sind manche Anlagen gut für starke Küstenwinde, andere sind hingegen für den Einsatz im Binnenland oder in den Mittelgebirgen besonders geeignet. Dabei kann UKA auf ein breites Portfolio moderner Windenergieanlagentypen zurückgreifen, da die Unternehmensgruppe langfristige Rahmenverträge mit führenden Herstellern abgeschlossen hat, heißt es in einer Mitteilung.

Wichtig für eine effiziente Windernte ist zudem die richtige Positionierung der Anlagen im Park zueinander. Diese Planung läuft deshalb schon parallel zur Standortanalyse und -sicherung. Nachdem der Windpark konfiguriert ist, geht UKA in die abschließende Feinplanung der Netzinfrastruktur. Wie und wo der Windstrom ins Netz eingespeist werden kann, wird ebenfalls schon während der Standortanalyse betrachtet. Während der gesamten Windparkprojektierung behält UKA die Auswirkungen auf die Umwelt im Blick. Untersuchungen hierzu sind von zentraler Bedeutung, da keine Windenergieanlage genehmigt wird, von der unzumutbare Belastungen für Mensch, Tier und Pflanzenwelt ausgehen.

Genehmigungseinholung

Letzteres wird im Rahmen unabhängiger avifaunistischer Gutachten geprüft. Solche Untersuchungen umfassen unter anderem Kartierungen über einen Zeitraum von über einem Jahr für Brutvögel, Fledermäuse, Rast-, Zugvögel und gegebenenfalls weitere Arten und Artengruppen. Weitere Gutachten dienen dem Schutz des Menschen, so jene zur Auswirkung von Geräuschen und Schattenwurf der Windenergieanlagen. Erreicht ein Windparkprojekt die Genehmigung und eine Netzanschlusszusage, sind wesentliche Meilensteine erreicht. Der Weg zur Finanzierung, zum Anlageneinkauf und zur Umsetzung des Projektes ist frei. Eine gute Windparkplanung zeichnet sich vor allem dadurch aus, dass die wesentlichen Kosten und standortspezifischen Charakteristika zuvor bereits korrekt erfasst oder realistisch abgeschätzt wurden.

Bau und Inbetriebnahme

In der Realisierungsphase begleitet UKA das jeweilige Windparkprojekt als Generalunternehmer bis zur genehmigungskonformen Realisierung. Das heißt, vom Wege- und Fundamentbau über die Netzanbindung, die schlüsselfertige Bauleistung und Inbetriebnahme bis hin zur Nachhaltung aller behördlichen Auflagen und Abnahmen nach Bundesimmissionsschutzgesetz.

Mit der Inbetriebnahme ist die Windparkrealisierung abgeschlossen. Damit aber langfristig die entsprechende Windernte eingefahren wird, bedarf es eines Windparkmanagements, das über Jahrzehnte für optimale technische und ökonomische Leistungen der Anlagen sorgt. Das UKA-Tochterunternehmen UKB – Umweltgerechte Kraftanlagen Betriebsführung GmbH – hat sich auf eben diese Aufgabe spezialisiert.

Erschienen in Ausgabe: Nr. 09 /2018